Kategorienarchiv: DSL

Carpo macht sich mit Kündigungen keine Freunde

Wie teltarif am Freitag (den 13.) berichtete hat Carpo einem Teil seiner Kunden eine Kündigung geschickt. Kurze Vertragslaufzeiten gelten nun mal für beide Seiten. Betroffen sind lediglich Altkunden die zwischen Juni 2006 und Juli 2007 ihren Vertrag abgeschlossen hatten. Begründet wurde die plötzliche Kündigung des Tarifs mit der Auflösung des Online-Connect-Vertrags zwischen Carpo und Telekom. Carpo darf daher keine Datenverbindung losgelöst vom DSL-Port anbieten.

Über das Ziel hinaus

Eigentlich hätte es völlig ausgereicht, den betroffenen Kunden mitzuteilen wann der Vertrag endet. Dann hätte sich jeder Kunde selbst einen neuen Provider suchen müssen. Das hätte sicherlich auch für einen gewissen Unmut gesorgt. Carpo wollte allerdings den guten Service bis zum Schluss bieten und keinen Kunden ohne Internetzugang lassen. Daher sollten alle Kunden, die dem nicht ausdrücklich widersprechen auf einen Telekomtarif umgestellt werden.

Auszug Carpo Kündigung (Quelle: heise.de)

Um den Vorgang für Sie zu vereinfachen, stellen wir für Sie automatisiert und rechtzeitig […] auf das Call&Surf Basic 2000 Paket der Deutschen Telekom um.

Inwieweit das rechtlich in Ordnung ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall hat es für eine Menge Ärger gesorgt. Dabei war es sicherlich nur gut gemeint. Carpo Geschäftsführer Michael Urban hat sich dazu im ip-phone-forum wie folgt geäußert.

Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben den Kunden möglichst sanft zu überführen. Rechtlich, wurde auch hier diskutiert, hätten wir Anfang Dezember zu Anfang Januar kündigen können und hätten dann den Einwahlserver einfach abgeschaltet. Das wäre bei uns mit Abstand die günstigste Variante gewesen, kurzer Aufschrei, aber es wäre schnell vorbei gewesen. Wir haben aber bewusst den langfristigen und in Summe schmerzhafteren Weg gewählt.

Nun, schmerzhaft war der Weg auf jeden Fall.

Diverse Internetseiten über 1und1 nicht mehr erreichbar

1und1 Kunden haben zurzeit mal wieder nichts zu lachen. Der Störungsticker bei heise ist schon wieder voll bis oben hin und das obwohl seit der letzten größeren Störung noch kein ganzer Monat vergangen ist.

Fehlerreport

Am härtesten trifft es wohl die WoW Spieler. Laut Forenbeiträgen können die meisten keine Verbindung mehr zum WoW Server herstellen. Einkaufen gestaltet sich ebenfalls schwierig, da z. B. Amazon.de gar nicht mehr geht und ebay.de nur noch verzögert. Verschiedene andere Seiten (flickr und Co.) sind ebenfalls betroffen.

Problemlösung

Ein DNS Problem scheint nicht vorzuliegen, da die Seiten auch nicht aufgehen indem man die IP direkt im Browser eingibt. Einige User berichten, dass nach einem Routerneustart wieder alles funktioniert. Der 1und1 Support hat einem Kunden erzählt, dass es ein Problem mit IP-Adresse geben soll die mit 95. anfangen. Wer zurzeit keine Probleme hat, sollte also auf jeden Fall NICHT den Router trennen. Alle anderen können versuchen, sich so oft wieder ein zu wählen bis man keine IP mit 95. mehr hat und dann nochmal testen.

Viel Glück

Mindestens 1500 M-Net Kunden offline

Wie die teltarif Redaktion berichtet, ist das M-Net DSL Netz in Bayern seit heute morgen 5 Uhr gestört. Die 20 Mann starke Support Hotline bei M-Net kommt mit den Anrufen von ca. 1500 Kunden natürlich nicht klar. Im Kundenportal bei M-Net soll es weitere Infos zu dem Problem geben. An der Lösung wird laut Hotline bereits gearbeitet.

Support nur schwer erreichbar

Das Supportforum bei M-Net hat sich zwischenzeitlich offenbar auch verabschiedet. Das auf phpBB basierende Forum zeigte für kurze Zeit lediglich eine Fehlermeldung. Dafür sind die M-Net Kunden im zugehörigen Thread zur Störung recht gelassen geblieben. Lediglich die Geschäftskunden waren wenig amused, da offenbar auch SDSL ausgefallen war.

Seit ca. 13:30 Uhr soll die Störung, bis auf Einzelfälle behoben sein. Die entstehen meist zwangsläufig durch Reparaturversuche von Kunden, die erstmal die Schuld bei sich selbst suchen und dann alle Einstellungen ihres PCs ändern, ohne zu wissen was sie da eigentlich tun.

DSL-Verbindungsdaten aus dem DSL-Modem auslesen

Die meisten Anbieter versehen ihre DSL Angebote mit dem schönen Zusatz bis zu XXX Kbit/s. Wo hoch die tatsächliche Bandbreite am Ende ist, lässt sich erst nach der Schaltung des Anschlusses bestimmen. In der Theorie kann man anhand der Leitungslänge und deren Querschnitt zwar ausrechnen wie schnell der Anschluss wird. Die richtige Übertragungsgeschwindigkeit lässt sich aber wirklich erst ermitteln nachdem man ein DSL Modem angeschlossen hat. Schließlich ist die Geschwindigkeit auch von DSL-Modem und der Beschaffenheit der Telefonleitung abhängig.

Standardmodem ohne Menü

Wer von seinem Anbieter ein DSL-Modem bekommen hat, das keine Konfigurations- oder Statusseiten hat, der kann meist nicht überprüfen wie gut die DSL Verbindung wirklich ist. Verbindungstest über die vielen Speedtestseiten die es im Internet gibt, sind nicht zuverlässig und können keinen Rückschluss auf die tatsächlichen Leitungswerte geben.
Die wichtigsten Parameter sind dabei die Dämpfung, der Signalrauschabstand (SNR) und die Down- und Upstreamwerte. Diese Werte kann man bei einigen Providern erfragen. Am einfachsten ist es allerdings selbst nachzuschauen.

DMT
Bildquelle: dmt.mhilfe.de

DSL Modems auslesen mit DMT

Wer keine Fritz!Box oder ähnliches sein eigen nennt, dem wird meist mit der Freeware DMT geholfen. Mit diesem Tool kann man einer Vielzahl von DSL-Modems eine Menge Daten entlocken.
Darunter sind auch die aktuelle Dämpfung, der SNR und die Down- und Upstreamrate. Anhand einer kleinen Grafik kann man sich sogar das Frequenzdiagramm anschauen. Das Tool erfordert keine Installation und ist für Windows 95/98/ME/2000/XP und Vista angeboten. Für Linux und FreeBSD gibt es ein Projekt von Spida.

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Kein Anschluss mehr in diesem Monat

Der schwarze Peter wird gern hin- und hergeschoben, wenn es um die Bereitstellung von Telefonanschlüssen geht. Im Zweifelsfall sind immer die Anderen schuld. Der Leidtragende bleibt aber grundsätzlich der Verbraucher. Der wartet wochenlang auf die Umstellungen seines Anschlusses. Nachdem sich bereits der BREKO-Präsident Peer Knauer über die angebliche Verzögerungstaktik der Telekom beschwert hat, melden sich nun der Arcor Geschäftsführer Harald Stöber, der Alice-Chef Harald Rösch und der QSC-Chef Bernd Schlobohm zu Wort.

Die Vorwürfe im Einzelnen:

Statt der vereinbarten 7 Tage braucht die Telekom bis zu 3 Monate, um eine Telefonleitung für den Mitbewerber bereitzustellen.

Diesen Vorwurf weist die Telekom zurück. Angeblich würde man sich immer an die Frist halten. Komisch nur das sich alle Mitwerber, die Leitungen anmieten, über dieses Problem beschweren und alle die selben Zahlen nennen. Harald Rösch, der Geschäftsführer von Alice, fügte außerdem hinzu das es gerade in Berlin zu Engpässen kommt.

Die Telekom schickt Techniker zum Endkunden, obwohl dieser gar nicht notwendig ist.

Dagegen argumentiert man in Bonn, dass die Techniker für DSL Anschlüsse gebraucht werden. Wie man zu dieser Logik kommt ist allerdings nicht nachvollziehbar, da inzwischen so gut wie jeder Anschluss auch DSL beinhaltet. Demnach müsste also fast immer ein Techniker der Telekom zum Kunden fahren, um den Anschluss zu schalten.

Der absolute Klassiker darf natürlich nicht fehlen. Die Telekom schickt zur Bereitstellung einen Techniker zum Kunden, dieser taucht aber nicht auf oder wirft eine Benachrichtungskarte in den Briefkasten, weil er den Kunden angeblich nicht angetroffen hat.

Auch darauf hat die Telekom eine Antwort. Es handelt sich um Einzelfälle. Komisch nur das es sich offenbar um sehr viele Einzelfälle dreht. Das Internet ist voll von Kommentaren zu diesem Thema. Allein in den einschlägigen Foren findet man immer wieder Betroffene die meist mehrfach von Technischen Kundendienst der Telekom versetzt worden sind. Wer bereits mehrere Tage Urlaub dadurch in den Wind geblasen hat, der weiß wie ärgerlich so etwas sein kann.

Quelle: Financial Time Deutschland und Golem.de

Porno-Krise: Kielnet siegt gegen sexyfilms.de

Nachdem Arcor in der ersten Runde eine Niederlage einstecken musste, hat jetzt das Landgericht Kiel seine Entscheidung im Streitfall Kielnet gegen Kirchberg Logistik bekannt gegeben. Dabei ging es um die Frage, ob Kielnet den Zugang zu youporn.com sperren muss, da youporn gegen das deutsche Jugendschutzgesetz verstößt.

Provider müssen nicht sperren
Das Landgericht stellte fest, dass Kielnet die Daten nicht auf eigenen Servern bereitstellt und seinen Kunden nur einen Zugang zum Internet anbietet. Damit ist der Provider nicht für die Inhalte von youporn & co. verantwortlich.

Dankeschön
Mein Glaube an die deutsche Rechtssprechung wurde mit dem Urteil gegen Arcor einer harten Prüfung unterzogen. Hätte dieses Beispiel Schule gemacht, wäre eine Welle von weiteren Klagen und einstweiligen Verfügungen los getreten worden.

Zu lange Wartezeit bei Wechsel zu Fremdanbietern

Wer jetzt mit seinem Telefonanschluss nicht zur Telekom sondern zu einem freien Anbieter wechseln will, der muss unter Umständen längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Normalerweise dauert es 2 Wochen bis der Anschluss geschaltet wird. Davon hat die Telekom 7 Tage, um den Antrag des jeweiligen Anbieters zu bearbeiten und die notwendige TAL (Teilnehmeranschlussleitung) bereitzustellen.
Leider kommt es in letzter Zeit immer häufiger vor, dass die Bearbeitung seitens Telekom länger dauert und der potenzielle Kunde 3 Wochen und länger auf seinen Anschluss warten muss.
Der BREKO-Präsident Peer Knauer hat daher einen Brief an die Bundesnetzagentur geschickt und seinem Unmut Luft gemacht. Aber immer der Reihe nach.

Techniker auch am Samstag
Mit der Serviceoffensive will die Telekom bei ihren Kunden punkten und bietet unter anderem auch den Installationsservice am Samstag an. Für die Mitbewerber gelten aber weiterhin die Umschaltzeitfenster von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr. Gerade für Berufstätige ein kaum zu realisierender Termin. Die Mitbewerber der Telekom sehen sich hier gegenüber dem Ex-Monopolisten stark im Nachteil. Das ist durchaus verständlich. Wer schon mehrmals auf den Techniker der Telekom warten musste, weiß das so etwas durchaus nervenaufreibend sein kann. Nicht jeder kann sich außerdem für die Umstellung extra einen Urlaubstag nehmen.

Mehr Service mit weniger Personal?
Es werden immer mehr Stellen bei der Telekom eingespart. Vor allen in wichtigen Bereichen, wie dem Kundenservice, macht sich das schnell bemerkbar. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Mitbewerber unter den Einsparungen leiden.
Die Telekom will aber von all dem nichts wissen. Laut teltarif.de wies ein Telekomsprecher die Vorwürfe von BREKO zurück. So würde man weder eigene noch Fremdkunden diskriminieren. Die Kapazitätsengpässe können schließlich auch die eigenen Kunden treffen.

Irgendwie ist es aber nicht wirklich beruhigt zu wissen, dass jeder von den Telekomproblemen betroffen sein könnte.

Mittel gegen die Vorratsdatenspeicherung

Die ersten Demos sind gerade vorbei und die Entscheidung über die Speicherung unserer Privatsphäre ist noch nicht ganz gefallen, da gibt es bereits die ersten Wege zum Umgehen der Vorratsdatenspeicherung. Zumindest für das anonyme surfen im Internet finden sich ja bereits seit einiger Zeit Mittel und Wege. So bietet der FoeBud Shop einen Privacy Dongle den man nur noch an den PC anschließen muss, um anonym über das TOR Netzwerk zu surfen. Aufgrund der riesigen Nachfrage, ist der Stick aber zurzeit ausverkauft.

Privat telefonieren ist vielleicht bald nicht mehr möglich
Während man mit ein paar Tricks weiterhin in Ruhe surfen kann, sieht es beim telefonieren eher schlecht aus. Mir fällt spontan keine Möglichkeit ein, die Überwachung auszutricksen. Falls jemand eine spontane Erleuchtung hat, kann er sich gern bei mir melden.

Weiter auf die Straße gehen
Als letzter Ausweg bleiben nur weitere öffentliche Demonstrationen. Der Anfang ist gemacht, aber das Ziel leider noch nicht erreicht.

Die ersten Bilder sind da
Wer nicht an den Demos teilnehmen konnte, findet im AK Vorrat Wiki eine schöne Galerie von den Demos am 6. November.

T-Home erkennt die Vorteile des Rate Adaptive Mode

T-Home Anschlüsse haben einen wesentlichen Nachteil. Die zur Verfügung gestellte Bandbreite liegt in vielen Fällen weit unter dem was technisch möglich wäre. Das liegt daran, dass T-Home die DSL-Anschlüsse nur mit Fixed Rate schaltet. Die Bandbreite steht sozusagen schon vor der Schaltung fest und wird auch im Nachhinein nicht mehr geändert (höchsten nach unten korrigiert, falls Übertragungsfehler auftreten).

Mehr Speed mit RAM
Alle anderen Anbieter wie Arcor oder Alice schalten bereits seit langen mit dem Rate Adaptive Mode. Dabei wird für den DSLAM Port eine Obergrenze für Up- und Downstream festgelegt. DSL-Modem und DSLAM Port handeln dann beim Verbindungsaufbau die maximal mögliche Bandbreite aus. Begonnen wird mit der Obergrenze. Je nach Einstellung des DSLAM Ports wird die Bandbreite schrittweise reduziert, bis die Verbindung fehlerfrei steht. Dadurch kann es gelegentlich zwar zu Schwankungen der Bandbreite kommen. Der wesentliche Vorteil liegt aber auf der Hand. Es wird immer die aktuell maximal mögliche Bandbreite zur Verfügung gestellt.

Pilottest mit 6000 T-Homekunden
Wer bereits einen Anschluss bei T-Home hat und wissen will, ob den noch mehr Bandbreite möglich ist, der sollte sich schnell anmelden. Unter ram-pilot.t-home.de kann sich der geneigte Testkandidat jederzeit registrieren. Extrakosten werden natürlich nicht berechnet. Man muss lediglich an einer kleinen Befragung teilnehmen, da T-Home möglichst viel Feedback einholen will. Falls es während des Tests Probleme geben sollte, verspricht die Homepage, das die Teilnahme jederzeit widerrufen werden kann.

Verfügbarkeitsprüfung leicht gemacht

HVT

Vor kurzem bin ich bei Doktor-DSL.de auf einen interessanten Artikel über Verfügbarkeitstests gestoßen. Wer beim surfen und telefonieren sparen will, muss zunächst einmal wissen, welcher Anbieter überhaupt in Frage kommt.

Die Qual der Wahl
Meist können nur ein paar Provider überhaupt einen Anschluss anbieten. Schließlich sind viele Angebote regional begrenzt. Die großen Provider wie Alice, Freenet oder Arcor setzen in den Gebieten, die nicht direkt mit eigener Technik erschlossen wurden, auf Resale und damit auf die Technik der Telekom. Beim bestellen kommt dann meist ein Hinweis, das ein T-Home Anschluss Vorraussetzung für das jeweilige Produkt ist. Falls dies der Fall ist, sollte man vorher auf den günstigsten Tarif bei T-Home wechseln.

Hier meine kleine Linksammlung für die verschiedenen Verfügbarkeitsprüfungen:
Computer Bild Verfügbarkeitstest
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T-Home Verfügbarkeitstest
Versatel Produktübersichtseite
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