Kategorienarchiv: Web 2.0

Welche Provider twittern

Twittern geht schnell, kostet nichts und ist in einigen Fällen sogar ganz hilfreich. Inzwischen sind die Kurznachrichten auch bei den großen Providern in Deutschland angekommen. Zwar geht es primär darum, auf den Web 2.0 Zug aufzuspringen und dabei allerlei Werbung unters Volk zu bringen. Für die Kunden wird allerdings bei den meisten Provider per Twitter auch Hilfe angeboten, die man sonst nicht so einfach bekommt. Wer sich schon durch alle Hotlines durchtelefoniert hat und per Email nur mit Standardantwort abgefrühstückt wurde, hat per Twitter zumindest eine kleine Chance doch noch weiter zu kommen.

Keine Warteschlagen

Der große Vorteil von Twitter gegenüber dem Telefonsupport oder Email, ist meiner Meinung nach die Geschwindigkeit mit der geantwortet wird. Zwar hat Twitter insgesamt eine Menge Nutzer, aber noch haben nicht alle begriffen, dass es auch diesen Kanal zum ISP gibt. Daher reichen den Provider offenbar kleine Teams, die auf die Tweets antworten, aus. Meist hängt am Twitteraccount allerdings erstmal die Presse und Marktingabteilung. Die geben Anfragen, dann einfach nur weiter. Allerdings meist mit der entsprechenden Priorität. Schließlich ist alles öffentlich nachvollziehbar und mal will sich ja nicht blamieren.

Vodafone

1,260 Following | 8,728 Follower | 359 Gelistet
Twitteraccount: vodafone_de

Hilfe per Twitter ist möglich und das Konto wurde von Twitter verifiziert. Es handelt sich also wirklich um Vodafone und nicht um einen Trittbrettfahrer. Wirklich spannend sind die Tweets nicht unbedingt, aber das ist Ansichtssache.

Alice/HanseNet

175 Following | 2,052 Follower | 94 Gelistet
Twitteraccount: Alice_de

Auch hier wird Hilfe per Twitter angeboten. Wer Alice finden will, muss allerdings erstmal ganz schön suchen. Wer nur nach Alice sucht findet zwar eine Menge netter Damen, die Alice heißen, aber nicht den Provider. Die Suche nach „Alice DSL“ zeigt zwei Accounts(alicedsl und Alice_DSL ), die eventuell zu Alice gehören, aber nicht benutzt werden. Der Account „HanseNet“ ist offenbar auch schon durch Dritte gekapert worden. Vielleicht hätte man sich mal etwas eher für Twitter interessieren sollen.

1und1

3,158 Following | 3,570 Follower | 217 Gelistet
Twitteraccount: 1und1

Auch 1und1 will im sozialen Web 2.0 Dschungel mitmischen. Hier twitter allerdings nicht die Presseabteilung, sondern das Social Media Team. Da fühlt man sich doch gleich viel besser aufgehoben.
Seit der Bekanntgabe des 1und1 Smartpads hat das kleine Team offenbar alle Hände vollzu tun. Trotzdem bleibt noch genug Zeit um alle möglichen Kundenfragen zu beantworten.

Telekom

566 Following| 6,751 Follower |206 Gelistet
Twitteraccount: Telekom_hilft

Auf den ersten Blick denkt man die Telekom ist absolut Twitterverrückt. Es gibt nicht nur einen Account sondern unzählige.
Da wären zum Beispiel T_Labs, magenta4010, t_online_deShop, deutschetelekom, trendforum, telekomerleben und GreenTelekom, um mal nur einige zu nennen. Der Durchnittskunde sieht da wahrscheinlich nicht mehr durch.

Genau wie im T-Punkt gibt es auch beim Twitteraccount ganz offizielle Öffnungszeiten. Bei den anderen Providern vermisst man das ein bisschen. Klar sollte man nicht erwarten, Nachts um 3 von 1und1 noch eine Nachricht per Twitter zu bekommen. Aber die genauen Uhrzeiten hat bis jetzt nur die Telekom veröffentlich.

Auch in Sachen Datenschutz ist man hier sensibler als bei den Mitbewerbern. Auf der Twitterseite wird unmissverständlich klar gemacht, dass man keine persönlichen Daten per Twitter verschicken soll. Bei den anderen Providern findet man dageben auch mal den Hinweis: „Schick mir mal die Daten per DM“. Das solche Aufforderungen vieleicht den ein oder anderen Twitterneuling überfordern und dann plötzlich die vollständigen Daten im öffentlichen Stream landen könnten, scheint bei der Konkurrenz keinen zu stören. Die Telekom hat dagegen schon ein paar unangenehme Erfahrungen mit dem Datenschutz gemacht und sich das Thema offenbar auch zu Herzen genommen.

Außerdem soll nicht unerwähnt bleiben, das Telekom_hilft ein reiner Support Kanal ist. Hier schreiben keine Social Media PR Leute, die alle Anfragen nur weitergeben, sondern Servicemitarbeiter die sich auskennen. Meiner Meinung nach hat die Telekom hier ganz weit die Nase vorn.

Unitymedia

51 Following | 228 Follower | 16 Gelistet
Twitteraccount: Unitymedia

Auch die etwas kleineren in der Branche haben Twitter für sich entdeckt. Bei Unitymedia gibt es aber zunächst eher Infos und PR. Wer eine Frage oder Probleme hat kann sich aber auch per Tweet an das Team wenden. Was aufgrund der noch sehr übersichtlichen Zahl der Follower wohl recht schnell geht.

KabelBW

67 Following | 284 Follower | 17 Gelistet
Twitteraccount: kabelbw

Nebenan bei KabelBW herrscht eher Funkstille. Statt lauten Zwitschern zirpen hier eher die Grillen ein leises Hintergrundlied. Alle paar Tage kommt mal ein Tweet oder eine Frage aber sonst passiert nichts.

NetCologne

22 Following | 167 Follower | 18 Gelistet
Twitteraccount: NetCologne_GmbH

Nach düsterer sieht es bei Net Cologne aus. Hier wird lediglich PR unter die kleine Anzahl an Followern rausgehauen. Als Supportkanal ist dieser Account eher nicht zu gebrauchen.

O2

59 Following | 4,305 Follower | 197 Gelistet
Twitteraccount: o2online_de

Das Gegenteil von düster und langweilig findet man bei O2. Hier wird flott gezwittschert. Wer allerdings mehr als nur die Standardfragen stellen will, wird an die Kundenbetreuung verwiesen. Individuelle Anfragen werden offenbar nicht bearbeitet. Das ist ein bisschen Schade, die anderen können es schließlich auch.

Versatel

102 Following | 118 Follower | 7 Gelistet
Twitteraccount: VersatelAG

Auch hier haut der Praktikant ab und zu eine paar PR Meldungen raus, ansonsten ist Flaute. Support sucht man vergebens. Der Account ist höchstens für Journalisten interessant.

Provider die nicht twittern

Es gibt natürlich auch Provider die sich gar nicht für Twitter interessieren. Man muss ja nicht alles mitmachen. Kabel Deutschland scheint zum Beispiel so ein Fall zu sein. Es gibt zwar 3 passende Twitteraccounts, wovon einer sogar aktiv ist. Allerdings twittert hier nicht Kabel Deutschland sondern ein Kunde, der seinem ISP wohl in der Zeit etwas voraus ist.

Fazit

Twitter könnte in Zukunft durchaus ein Supportkanal werden, den auch die breite Masse benutzen kann. Wer seinen Provider wechseln möchte sollte sich auf jeden Fall mal die Tweets seiner Wunschkandidaten anschauen. Aus den Problemen anderer lernt es sich ja bekanntlich am besten und zum reinen Lesen braucht man noch nicht mal ein Twitterkonto. Und falls dein Provider nicht twittert, kannst du auch einfach mir folgen.

Die Alternative zu Webdav – Dropbox Teil 2

Im Teil 1 hatte ich ja bereits das kleine Sync Wunder Dropbox vorgestellt. Hier nun der Teil 2 zum Thema Dropbox.

Verschlüsseln ist alles – Truecrypt für Einsteiger

Standardmäßig werden alle Daten die durch Dropbox online gespeichert werden mit AES-256 verschlüsselt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich noch Truecrypt einsetzen. Dabei erstellt man einfach einen Truecrypt Container und legt ihn in den Dropbox Ordner. Je nach Bedarf nimmt man hier z.B. 100 – 500 MB. Das sollte für jede Menge geheimer PDFs und Exceltabellen reichen. Der erste Upload durch Dropbox wird jetzt sicherlich etwas Zeit in Anspuch nehmen. Ist der Truecrypt Container aber erstmal hochgeladen, kann man ihn jederzeit als Laufwerk mounten und Dateien darin ablegen. Nachdem man den Container dann wieder unmountet erkennt Dropbox welche Stellen des Containers sich verändert haben und lädt jeweils nur die Bruchstücke hoch. Das spart Zeit und Traffic. Übrigens macht Dropbox diesen Dateivergleich mit allen Dateien. Ändert man also an einer 100 MB großen Datei ein paar Bytes wird Dropbox nur die Änderung übertragen und nicht jedesmal die gesamte Datei.

Dropbox und XAMPP

Weitere schöne Tricks rund um Dropbox findet ihr im Dropbox Wiki. Unter anderen eignet sich Dropbox hervorangend für Webworker, die mit XAMPP arbeiten. Man kann unter Windows einfach den htdocs Ordner in die Dropbox kopieren und in der httpd.conf den Documentroot und das htdocs Directory anpassen. (Achtung vorher den XAMPP einmal durchkonfigurieren und eventuell die .htaccess im xampp Ordner löschen, weil sonst der Redirect nicht richtig funktioniert)
Wer Linux benutzt muss nur den htdocs Ordner in die Dropbox kopieren und anschließend einen Symlink setzen. Anschließend werden alle Projekte zwischen den einzelnen Rechnern hin- und hersynchronisiert.

Addons für Dropbox

Inzwischen gibt es sogar kleine Addons für Dropbox. Zum Beispiel Dropbox Portable. Damit kann man Dropbox auch auf einem USB Stick laufen lassen.

Die Alternative zu Webdav – Dropbox Teil 1

dropbox

Mit meinen 4 Rechnern hatte ich immer das Problem, bestimmte Dateien auf allen Computer vorrätig zu halten. Die Bilder dich ich ab und zu in meinem Blog verwenden, hebe ich mir zum Beispiel auch offline auf. Man weiß ja nie wozu man das Bild nochmal gebrauchen kann. Aber auch kleine Backups und Downloads, die ich auf einem Computer gespeichert hatte, mussten sonst umständlich per Mail, USB-Stick oder FTP auf die anderen Rechner verteilt werden. Ein normales Webdav Laufwerk, wie zum Beispiel von GMX ist da auch nicht unbedingt die Lösung, da man hinter den meisten Proxies meist keinen Zugriff mehr auf seine Daten hat. Außerden nervt das ewige hin und her kopieren.

Auf allen Plattformen synchron mit Dropbox

Dabei kann es so einfach sein. Seit einiger Zeit gibt es mehrere Startups die es sich zum Ziel gemacht haben, Dateien in einer Cloud für die User zu speichern und zu syncronisieren. Mit dabei sind neben Dropbox zum Beispiel humyo oder ZumoDrive am Start. Allerdings ist Dropbox in Bezug auf die Features und gerade beim Client ganz weit vorne. Dropbox gibt es nämlich nicht nur für Windows, sondern auch für den Mac und sogar für Linux. Letzteres war für mich ausschlaggebend. Was nutzt es schließlich die Dateien nur auf den Windowsrechnern synchron zu halten und für die Ubunutu Workstation wieder alles per Hand zu erledigen.

dropbox

Dropbox Features – so funktioniert’s

Der kostenfreie Account bei Dropbox beinhaltet 2 GB Speicherplatz. Wer meiner Einladung folgen möchte bekommt nochmal 250 MB gratis dazu. Wie bereits erwähnt gibt es für Windows, Mac und Linux einen Client, der sogar unter Linux mit einem einfach bedienbaren Installer daher kommt. Was für Linuxsoftware eher ungewöhnlich ist. Nach der kurzen Installation legt man sich noch ein kostenfreies Konto an und schon kann es losgehen. Der Dropboxclient legt unter Windows unter „Eigene Dateien“ (Ort ist allerdings auch frei wählbar) einen Ordner an. Alle Dateien, die dort hineinkopiert werden, synchronisiert der Client sofort auf alle anderen angemeldete Clients. Parallel dazu kann man die Daten auch in einem Webinterface online anschauen. Als nettes Feature werden alle Bilder automatisch als Galerie angezeigt. Außerdem kann man über das Webinterface einen Link erzeugen, den man an Freunde verteilen kann, die dann auch ohne Dropbox ebenfalls Zugriff auf den Ordner bekommen. Ideal, um damit kleine Bilderserien an Freunde und Bekannte zu verteilen, die keine großen Mailaccounts haben.

Team Syncing

Ein ganz besonderes Feature ist das Freigeben (sharing) von Ordnern für andere Dropbox User. Über das Webinterface kann man einen oder mehrere Ordner für bestimmte Dropbox Nutzer freigeben. Diese Ordner werden dann auf allen Clients synchron gehalten. Warum also Bilder oder ähnliches ständig per Mail durch die Gegend schicken, wenn es doch mit Dropbox viel einfacher geht.

Laptopdiebe ausspionieren

Es gibt noch ein paar Anwendungen für die Dropbox sicherlich nicht unbedingt konzipiert wurde, die aber durch aus Sinn machen. So kann man auf dem eigenen Laptop z. B. einen Keylogger installieren und die Daten per Dropbox an einen anderen Rechner schicken. Wird der Laptop geklaut, dann dann weiß man was der Dieb gerade tippt.

Offline Dropbox

Nebenbei sei noch erwähnt, dass Dropbox die Dateien tatsächlich auf allen Rechnern vorrätig hält. Das bedeutet zwangsläufig, dass eure mit 2 GB gefüllte Dropbox auf allen Rechner, auf denen der Client läuft, existiert. Auf der einen Seite ist es vielleicht Platzverschwendung. Andererseits hat es den Vorteil, dass man auf die Daten auch ohne Internetverbindung zugreifen kann. Falls man mit dem Laptop unterwegs ist, hat man alle Dateien auf der Festplatte.

Bekannte Fehler in neuem Gewand

fehlercodes_com

Eine der großen deutschen Fehlercode Datenbanken hat einen neuen Anstrich bekommen. Olli von fehlercodes.com hat seinem Projekt wirklich etwas Gutes getan und endlich das alte rote Design abgeschafft.

Windows Fehler selber beheben ist gar nicht so schwer

In der Datenbank von fehlercodes.com sind ca. 20.000 verschiedene Windows Fehler eingetragen. Dazu kommen noch ein paar Tausend Einträge zu verschiednen dll-Dateien. Gerade wer ohne Router im Netz unterwegs ist und die Einwahl über eine Breitbandverbindung herstellen muss, wird schon das ein oder andere Mal über die DFÜ-Fehler, die Windows hin und wieder anzeigt, gestolpert sein. Aber wer weiß dann schon auswendig was z. B. RAS Fehler 769 bedeutet.

Lösungen statt Fehler

Olli hat aber nicht nur das Design verbessert sondern auch die Kommentarfunktionen für die einzelnen Windowsfehler vereinfacht. Wer die Lösung für ein bestimmtes Problem kennt, kann den Rest der Welt jetzt an seinem Wissen teilhaben lassen und ohne Anmeldung und viel Aufwand, sofort die Lösung für den Fehler posten.

Herdict deckt Internetsperren auf

herdometer

Das freie Web ist nicht mehr so frei wie es mal war. Internetprovider müssen/wollen/sollen immer mehr Seiten sperren. Um diesen ganzen Sperrwahn transparent zu halten hat das Berkman Center for Internet & Society der Harvard University das Projekt Herdict ins Leben gerufen. Hier können User Internetseiten eintragen zu denen sie keinen Zugang haben. So können andere, die das gleiche Problem haben, wiederum feststellen ob sie damit allein sind oder nicht. Im Prinzip eine sehr gute Idee. Auf dem Herdometer, einer Landkarte auf Googlemap Basis, werden ständig neue Webseiten angezeigt, die von Usern nicht aufgerufen werden konnten. Es ist schon fast beängstigend die Reports zu verfolgen, die alle paar Sekunden aufploppen.

Mitmachen und testen

Wer will kann sich der Reihe nach Seiten anzeigen lassen und melden, ob die Seite erreichbar war oder nicht. Kurzfristig ist das sogar ein netter Zeitvertreib.

Pakistan sperrt weltweiten Zugang zu YouTube

youtube

Wie anfällig unser kleines Internet ist, hat uns diesmal Pakistan bewiesen. Die Türkei hat es vorgemacht und die größte Videoplattform der Welt zumindest temporär erfolgreich aus ihrem Teil des Internets verbannt. Nun wollte man in Pakistan zeigen, dass man auch dort etwas gegen freie Netze hat.

Warum

Über den genauen Grund für den Sperrwunsch Pakistans wird zurzeit noch spekuliert. Laut BBC News kommen dafür die dänischen Karikaturen über den Propheten in Frage. Außerdem wären da noch die Videos von Geert Wilders, der den Islam offenbar nicht im besten Licht erscheinen lässt.

Wir können uns sicher alle denken, dass es nicht unbedingt einen nachvollziehbaren triftigen Grund braucht, um einen islamischen Staat zu so einer Sperre zu bewegen. Freie Meinungsäußerung ist nun mal nicht in allen Teilen dieser Welt üblich.

Über das Ziel hinaus – YouTube weltweit gesperrt

Diesmal sind sie allerdings zu weit gegangen. Statt die Sperre nur auf User in Pakistan zu beschränken, wurde YouTube weltweit gesperrt. Anfänglich Vermutungen, dass es sich um ein DNS Problem handelt, konnten zunächst nicht bestätigt werden. Laut OpenDNS lag es an der zu langen Reaktionszeit von PCCW. Deren NOC hätte den Fehler eigentlich bemerken und sofort beheben müssen. Einem Post bei merit.edu zufolge war IP Hijacking der Grund für den Ausfall.

Laut yelvington.com hat ein whois zur Tatzeit folgendes ausgespuckt.

Whois Server Version 2.0

Domain names in the .com and .net domains can now be registered
with many different competing registrars. Go to http://www.internic.net
for detailed information.

YOUTUBE.COM.ZZZZZ.GET.LAID.AT.WWW.SWINGINGCOMMUNITY.COM
YOUTUBE.COM.MORE.INFO.AT.WWW.BEYONDWHOIS.COM
YOUTUBE.COM.IS.N0T.AS.1337.AS.WWW.GULLI.COM
YOUTUBE.COM

Selbst das GoogleWatchBlog rätselt noch über die Ausfallursache. Inzwischen ist YouTube wieder erreichbar (auch aus Pakistan). Der genaue Ausfallgrund wird sich wohl nicht mehr rekonstruieren lassen, obwohl einige Blogs natürlich weiter auf der Suche nach der Wahrheit sind. Oder was denkt ihr darüber?

Google ist gar nicht so böse

Kaum bietet Google ein neues Feature an, kommen die bösen User und nörgeln daran rum. Grund für die ganze Aufregung ist die Verknüpfung der im Google Reader freigegebenen Feeds mit Google Talk. Dabei können (zurzeit nur in der englischen Version) alle Google Talk Kontakte einsehen, welche RSS Feeds im Google Reader freigegeben sind.

Schaltet man im Google Reader die Sprache von Deutsch auf Englisch um, bekommt man auch einen entsprechenden Hinweis dazu angezeigt.
Google Reader Hinweis

Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund Google hier den schwarzen Peter zuzuschieben. Der Hinweis ist eindeutig und man kann jederzeit die Shared Items löschen. Außerdem ist die Darstellung das andere User über Google Talk alles sehen können nicht ganz richtig. Nur die über Shared Items markierten Einträge werden auch bei anderen Usern angezeigt und dies entspricht schließlich dem Sinn dieser Funktion.

In den Einstellungen kann man jederzeit die Feeds von private auf public und andersrum einstellen. Nur die Shared Items sind per Default auf public.

Google Reader Settings

Quellen: heise.de und Golem.de

Die Tops und Flops der letzten 10 Jahre

Teltarif.de will es wissen. Am 2. Dezember konnten die Leser ihre Vorschläge für die Tops und Flops der TK-Branche einreichen. Abgestimmt wird über die Innovationen der letzten 10 Jahre. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Flatrates, SMS oder auf der negativen Seite UMTS und Push-to-Talk.

Jetzt ist man zu Phase 2 des Votings übergegangen. Aus den eingereichten Vorschlägen wurden die Besten ausgewählt. Die Leserschaft ist nun angehalten sich für bis zu 3 Tops oder Flops zu entscheiden.

Am 21. Dezember wird das Ergebnis der Abstimmung veröffentlicht. Ich bin gespannt, ob mein Vorschlag gewinnt.

kostenlose virtuelle Festplatten und WebDAV

Laptop

Inzwischen geht der Trend hin zum zweit PC und dritt Laptop. Da auch ich nun bequem im Wohnzimmer an meinem Laptop sitze, stehe ich wieder einmal vor neuen Herausforderungen. Wie bekomme ich meine alten Daten von Desktop PC auf den Laptop? Alles zu kopieren ist unmöglich und auch nicht sinnvoll. Irgendwann muss ich wieder an den PC und dann fehlen mir dort zum Beispiel die netten kleinen Bildchen, die ich ab und zu in meine Beiträge einbinde. Klar kann man Bilder auch zu flickr und Co. hochladen. Da wären dann aber noch ein paar Tabellen und PDFs. Nachdem ich schon mit einer externen Festplatte (TrekStor DataStation mit 500 GB für knappe 110 Euro) geliebäugelt habe, kam mir die Idee meinen ganzen Kram ins Internet hochzuladen.

WebDAV heißt das Zauberwort
Onlinedienste die es erlauben Daten ins Internet hochzuladen gibt es wie Sand am Meer. Da ich aber immer komfortablen Zugriff auf meine Daten haben will, sollte es schon eine Lösung mit WebDAV sein. Die Wikipedia Seite zu WebDAV erklärt zwar sehr gut wie es funktioniert, aber wo man eine kostenlose virtuelle Festplatte her bekommt war dort nicht zu finden.

Kostenlos und schnell?
Als nächstes erinnerte ich mich, dass mein Provider Alice unter anderem mit 300 MByte Onlinespeicher geworben hatte. Ein kurzer Blick auf die Alice Homepage brachte allerdings Klarheit. Zwar kann man 300 MByte hochladen, aber man ist an das Webinterface in der Alice Lounge gebunden. Damit lässt sich nicht wirklich etwas anfangen. Durch die umständliche Bedienung und das Fehlen von WebDAV fällt die Alice Festplatte schon mal ins Wasser.

Zum Glück bin ich über das Blog von Christian Schmalenberger gestolpert. In seinem Artikel WebDAV als Online-Festplatte nutzen beschreibt er genau das was ich brauche. Eine kostenlose Festplatte mit 1 GByte Speicherkapazität und die Möglichkeit WebDAV zu benutzen. Das alles auf Servern in Deutschland. Komischer Weise gibt es genau das bei GMX. Ich habe dort schon seit Jahren einen Mailaccount. Die Onlinefestplatte muss mir aber in der ganzen Zeit entgangen sein.

Bald auch bei Google als My Stuff?
Auf die ganze Idee mit WebDAV und der Onlinefestplatte bin ich eigentlich erst durch Golem gekommen, als ich den Bericht über Googles neues Projekt My Stuff gelesen habe. Da ich sowieso schon den Kalender, den Mailaccount, die Google Groups, Google Maps und Picasa benutze passt die Onlinefestplatte ziemlich gut in meine Sammlung. Das SkyDrive von Microsoft kommt für mich dagegen gar nicht erst in Frage.

Ein alter Hut?
Im Grunde genommen ist das Thema virtuelle Festplatte, gemessen an der Schnelllebigkeit des Internet bereits ein alter Hut. Das zeigt nicht zuletzt auch ein Artikel bei teltarif.de von 2005. Schon damals hatte man sich mit dem Problem befasst, wohin man sein ganzen Daten speichern kann. Auch wenn die Links in dem Artikel nicht mehr alle funktionieren, ist doch ein wesentlicher Aspekt auch nach 2 Jahren immer noch wichtig. Die Sicherheit der Daten auf virtuellen Festplatten ist nicht ganz so gegeben, wie im heimischen Computer. Zum einen jagt man den gesammelten Datenkrempel mindestens einmal durch das gesamte Netz. Zum anderen weiß man nie wer auf die Festplatten sonst noch Zugriff hat. Da uns der Staat immer mehr unterstellt, wir wären alle schuldig und Herr Schäuble mit seinem Bundestrojaner nicht gerade für Begeisterungsausbrüche beim Durchschnittssurfer sorgt, fragt man sich schon wer die private Bildersammlung noch ansehen kann. Was soll schließlich Frau Zypries denken, falls sie erfährt was ich mit ihrer Autogrammkarte gemacht habe, die sie freundlicherweise kostenfrei über das Internet verteilt.
Dartscheibe mit Zypries-Autogrammkarte

Quellen: teltarif.de, golem.de und schmalenberger.info

TLD Geographie für Fortgeschrittene

Hast du in Geographie aufgepasst? Falls nein, dann wird es jetzt schwierig. Bei lingo24.com gibt es nämlich ein Spiel bei dem man die Top Level Domains Europas den jeweiligen Ländern zuordnen muss. Das hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit ist.

Domainkarte

Man lernt auf jeden Fall eine Menge dazu. Ich wäre zum Beispiel nie darauf gekommen, dass die TLD .sm zu San Marino gehört.

Gefunden bei: rehmeier.de