Das Kundendaten bei der Telekom gerne mal über irgendein Callcenter in die falschen Hände gelangen, ist nichts Neues mehr. Anderen Providern passiert so was natürlich auch mal. Das Wirtschaftsmagazin Capital hat da mal recherchiert und prompt herausgefunden, dass die Staatsanwaltschaft Bonn auch wegen Datenproblemen bei Vodafone und Unitymedia ermittelt. Insgesamt sollen wohl ca. 200000 Datensätze betroffen sein.
Zum Glück geht es nur um die Adresse und Telefonnummer der Kunden. Aber das reicht schon, um regelmäßig nervende Anrufe zu bekommen, damit man in einen günstigeren Tarif wechselt.
Der Witz an der ganzen Geschichte ist aber, das die Ermittler erst mal davon ausgegangen sind, dass es sich um Telekomdaten handelt. Erst als ein paar Probedaten bei der Telekom auswertet wurden, meinten die: “Nene, dass sind die Daten unserer Wettbewerber.” Aber so ist das halt. Kaum sind größere Datenmengen im Umlauf wird erstmal auf die Telekom gezeigt. Das Image wird man da so schnell nicht mehr los.
Update
Unitymedia hat auf Nachfrage von Onlinekosten.de eine Stellungnahme abgegeben, wonach ihnen keine Daten abhanden kommen sind. Mal sehen wem die Daten dann gehören.
Laut Google gibt es für “Vodafone Forum” bereits 13.500.000 Treffer. Bing findet immerhin schon 4.870.000 Einträge. Man könnte also meinen, dass ein weiteres Forum zu diesem Thema unnötig ist. Der ganz tolle Web 2-nullige Provider Vodafone sieht das aber anders und hat, nachdem es mit dem Blog nicht so gut läuft, einfach noch ein Vodafoneforum aufgemacht. Moderiert wird natürlich durch die eigenen Mitarbeiter, die auch Tipps und Hilfestellungen geben sollen.
Einen gewissen Unterhaltungswert hat es schon
Das kann noch heiter werden. Der erste Streit um ein Sonderkündigungsrecht wegen der Vodafonebeteiligung an den Zensurplänen unserer Bundesursel ist schon vom Zaun gebrochen. Das wird sicher noch richtig unterhaltsam.
Was mich an diesem Forum etwas irritiert ist, dass offenbar nicht alle Mitarbeiter auch als solche zu erkennen sind. Es gibt mindestens einen User, der meiner Meinung nach für Vodafone arbeitet, aber als ganz normaler User angemeldet ist. So kann man natürlich auch gute Laune verbreiten. Dem flüchtigen Besucher fällt das sicher nicht so schnell auf.
Ich hoffe das Vodafone nicht wieder die selben Fehler macht und wünsche den Moderatoren alles Gute und starke Nerven.
23. Dezember 2008 – 12:17
Eigentlich wollte die Telekom den VDSL Ausbau wegen der hohen Kosten und der unsicheren Rendite vorläufig stoppen. Auch der störungsfreie Betrieb des VDSL Netzes wurde bereits Ende 2006 in Frage gestellt.
Neuer Partner neues Glück
Breitband ist nun mal die Zukunft, daher muss weiter ausgebaut werden und mit Glasfaser lassen sich die hohen Bandbreiten am einfachsten realisieren. Das hat auch Vodafone erkannt und wird nun 2009 zusammen mit der Telekom in Würzburg und Heilbronn den VDSL Ausbau weiter vorantreiben.
In Würzburg soll Vodafone dafür die Leerrohre der Telekom nutzen dürfen. In Heilbronn dagegen bauen beiden Partner ihre Netze parallel aus. Insgesamt sollen ca. 100.000 Haushalte durch die Projekte mit VDSL versorgt werden. Wobei davon ca. 50.000 Haushalte in Heilbronn sowie 50.000 Haushalte in Würzburg profitieren würden.
Vodafone-Chef Friedrich Joussen dazu:
Gerade in diesen schwierigen Zeiten sind Investitionen in Infrastruktur besonders wichtig, denn sie sind die Voraussetzung für das Wachstum der Zukunft. Wir wollen echten Infrastrukturwettbewerb bei der nächsten Generation der schnellen Internetanbindung. Deswegen werden wir in einem Pilotprojekt Heilbronn in den nächsten Monaten mit dem Ausbau von VDSL beginnen und unsere Infrastruktur für die Telekom öffnen.