Ihr habt es sicherlich schon gelesen. Alice bietet in Zukunft auch VDSL an. Wer heute morgen auf der Alice Webseite Infos dazu gesucht hat, der suchte vergeblich und musste die Hotline bemühen. Inzwischen sind die Preisinfos zum VDSL Angebot online.
Wer bestellen will sollte sich denoch bei der Hotline beraten lassen. Wie bei vielen neuen Produkten, gibt es da nämlich noch ein paar kleine Einschränkungen. So ist zum Beispiel zur Zeit keine Rufnummernmitnahme möglich. Außerdem kann es zu einem 14 tägigen Ausfall des Anschlusses kommen, falls man den Anbieter wechsel will. Auch Bestandskunden, die bereits einen Alice Anschluss haben, können nicht ohne weiteres wechseln. Also lieber erstmal nachfragen, bevor man am Ende ganz ohne Anschluss dasteht.
Keine Drosselung bei intensiver Nutzung
Die Computerbase hatte beim Alice Pressesprecher Carsten Nillies nachgefragt, ob man Nutzer mit hohen Transfervolumen die Geschwindigkeit drosseln will. Das ist für viele sicherlich ein nicht ganz unerhebliches Entscheidungskriterium. Die Antwort aus Hamburg lautet dazu ganz klar nein. Glück gehabt, würde ich mal behaupten.
23. Dezember 2008 – 12:17
Eigentlich wollte die Telekom den VDSL Ausbau wegen der hohen Kosten und der unsicheren Rendite vorläufig stoppen. Auch der störungsfreie Betrieb des VDSL Netzes wurde bereits Ende 2006 in Frage gestellt.
Neuer Partner neues Glück
Breitband ist nun mal die Zukunft, daher muss weiter ausgebaut werden und mit Glasfaser lassen sich die hohen Bandbreiten am einfachsten realisieren. Das hat auch Vodafone erkannt und wird nun 2009 zusammen mit der Telekom in Würzburg und Heilbronn den VDSL Ausbau weiter vorantreiben.
In Würzburg soll Vodafone dafür die Leerrohre der Telekom nutzen dürfen. In Heilbronn dagegen bauen beiden Partner ihre Netze parallel aus. Insgesamt sollen ca. 100.000 Haushalte durch die Projekte mit VDSL versorgt werden. Wobei davon ca. 50.000 Haushalte in Heilbronn sowie 50.000 Haushalte in Würzburg profitieren würden.
Vodafone-Chef Friedrich Joussen dazu:
Gerade in diesen schwierigen Zeiten sind Investitionen in Infrastruktur besonders wichtig, denn sie sind die Voraussetzung für das Wachstum der Zukunft. Wir wollen echten Infrastrukturwettbewerb bei der nächsten Generation der schnellen Internetanbindung. Deswegen werden wir in einem Pilotprojekt Heilbronn in den nächsten Monaten mit dem Ausbau von VDSL beginnen und unsere Infrastruktur für die Telekom öffnen.
Gerade zur CeBIT gibt man ja gerne Prestige Projekte bekannt. So auch dieses Jahr. Diesmal sollen zwei Gemeinden (deren Namen noch nicht genannt wurden) in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit VDSL versorgt werden. Arcor Chef Harald Stöber teilte in einer Pressekonferenz auf der CeBIT mit, dass beide Gemeinden bis Mitte des Jahres mit den schnellen Internetzugängen über VDSL versorgt werden.
“Wir wollen zeigen, dass schnelles Internet auf Basis der VDSL-Technologie auch auf dem Land realisierbar ist”
Erstmal testen, ob es geht und was es kostet
Das große Problem bei kleinen Orten, sind die geringen Einwohnerzahlen und die hohen Erschließungskosten. Daher machen die meisten Anbieter bis jetzt einen großen Bogen um die kleinen Dörfer. Auch die Telekom hat meist kein Einsehen, mit den vom Breitbandinternet abgeschnittenen Landbewohnern. Schließlich besteht die Gefahr, dass die meisten nach der Erschließung zur billigen Konkurrenz wechseln und die Telekom auf den hohen Erschließungskosten sitzen bleibt.
Außerdem sind da noch die hohen Kosten für Kabel und Leerrohre. Während in der Stadt die bereits verlegten Kupferkabel genutzt werden können oder nur kurze Strecken mit Glasfaser erschlossen werden, müssen auf dem Land kilometerlange Gräben gezogen werden.
Pilotprojekt soll die Machbarkeit beweisen
Bis jetzt ist die Erschließung von Dörfern mit VDSL noch weitestgehend Neuland. Das gerade Arcor hier durchstarten will, lässt hoffen, dass auch andere nachziehen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Kosten für das Projekt niedrig ausfallen und der Aufwand sich in Grenzen hält.
Der Streit, um den Zugang zu den Leerrohren für das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom, hat einen neuen Meilenstein erreicht. Nachdem die Bundesnetzagentur im Juni 2007 bereits entschieden hatte, dass die Telekom ihren Mitbewerbern den Zugang gewähren muss, wurde seitens Telekom ein Eilantrag gestellt, der sie von dieser Regelung befreien sollte.
Gericht erteilt der Telekom eine Absage
Das Verwaltungsgericht Köln nun gegen die Telekom und für den freien Zugang zu den Leerrohren entschieden. Damit können die Mitbewerber ihre eigenen Leitungen durch die freien Rohre ziehen oder falls die Rohre bereits voll sind, auf noch unbeschaltete Glasfaser der Telekom zurückgreifen. Damit wird den Mitbewerbern theoretisch die Möglichkeit gegeben kostengünstig ein eigenes VDSL Netz aufzubauen bzw. Dienste über das bereits bestehende Netz anzubieten. Gerade für IPTV und Videokonferenzen sind schnelle Datenverbindung schließlich eine wichtige Vorraussetzung.
Der Weg ist aber noch weit
Bis VDSL ein weit verbreiteter Standard wird, der über viele Anbieter verfügbar ist, wird es noch einige Grabenkämpfe geben.
Der Präsident der Bundesnetzagentur Kurth sagte dazu:
Ich begrüße die Entscheidung und hoffe, dass laufende Gespräche zwischen der Deutschen Telekom und interessierten Wettbewerbern zur Leerrohrnutzung bald einen erfolgreichen Abschluss finden werden. Es besteht die Chance, noch mehr Investitionen zum Ausbau der Glasfaserinfrastruktur im Anschlussbereich anzustoßen und die sollte genutzt werden.
Die Umsetzung ist trotzdem noch Problematisch. Die Telekom ist nämlich nicht verpflichtet ihre Mitbewerber darüber zu informieren, wo die Leerrohre liegen oder welche Zugangsmöglichkeiten bestehen. Damit wird der großflächige Ausbau für andere Anbieter erheblich erschwert. Da die Gespräche aber noch nicht abgeschlossen sind, bleibt abzuwarten ob man sich auch in diesem Punkt noch einigt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Quelle: Pressemitteilung Bundesnetzagentur