Inzwischen geht der Trend hin zum zweit PC und dritt Laptop. Da auch ich nun bequem im Wohnzimmer an meinem Laptop sitze, stehe ich wieder einmal vor neuen Herausforderungen. Wie bekomme ich meine alten Daten von Desktop PC auf den Laptop? Alles zu kopieren ist unmöglich und auch nicht sinnvoll. Irgendwann muss ich wieder an den PC und dann fehlen mir dort zum Beispiel die netten kleinen Bildchen, die ich ab und zu in meine Beiträge einbinde. Klar kann man Bilder auch zu flickr und Co. hochladen. Da wären dann aber noch ein paar Tabellen und PDFs. Nachdem ich schon mit einer externen Festplatte (TrekStor DataStation
mit 500 GB für knappe 110 Euro) geliebäugelt habe, kam mir die Idee meinen ganzen Kram ins Internet hochzuladen.
WebDAV heißt das Zauberwort
Onlinedienste die es erlauben Daten ins Internet hochzuladen gibt es wie Sand am Meer. Da ich aber immer komfortablen Zugriff auf meine Daten haben will, sollte es schon eine Lösung mit WebDAV sein. Die Wikipedia Seite zu WebDAV erklärt zwar sehr gut wie es funktioniert, aber wo man eine kostenlose virtuelle Festplatte her bekommt war dort nicht zu finden.
Kostenlos und schnell?
Als nächstes erinnerte ich mich, dass mein Provider Alice unter anderem mit 300 MByte Onlinespeicher geworben hatte. Ein kurzer Blick auf die Alice Homepage brachte allerdings Klarheit. Zwar kann man 300 MByte hochladen, aber man ist an das Webinterface in der Alice Lounge gebunden. Damit lässt sich nicht wirklich etwas anfangen. Durch die umständliche Bedienung und das Fehlen von WebDAV fällt die Alice Festplatte schon mal ins Wasser.
Zum Glück bin ich über das Blog von Christian Schmalenberger gestolpert. In seinem Artikel WebDAV als Online-Festplatte nutzen beschreibt er genau das was ich brauche. Eine kostenlose Festplatte mit 1 GByte Speicherkapazität und die Möglichkeit WebDAV zu benutzen. Das alles auf Servern in Deutschland. Komischer Weise gibt es genau das bei GMX. Ich habe dort schon seit Jahren einen Mailaccount. Die Onlinefestplatte muss mir aber in der ganzen Zeit entgangen sein.
Bald auch bei Google als My Stuff?
Auf die ganze Idee mit WebDAV und der Onlinefestplatte bin ich eigentlich erst durch Golem gekommen, als ich den Bericht über Googles neues Projekt My Stuff gelesen habe. Da ich sowieso schon den Kalender, den Mailaccount, die Google Groups, Google Maps und Picasa benutze passt die Onlinefestplatte ziemlich gut in meine Sammlung. Das SkyDrive von Microsoft kommt für mich dagegen gar nicht erst in Frage.
Ein alter Hut?
Im Grunde genommen ist das Thema virtuelle Festplatte, gemessen an der Schnelllebigkeit des Internet bereits ein alter Hut. Das zeigt nicht zuletzt auch ein Artikel bei teltarif.de von 2005. Schon damals hatte man sich mit dem Problem befasst, wohin man sein ganzen Daten speichern kann. Auch wenn die Links in dem Artikel nicht mehr alle funktionieren, ist doch ein wesentlicher Aspekt auch nach 2 Jahren immer noch wichtig. Die Sicherheit der Daten auf virtuellen Festplatten ist nicht ganz so gegeben, wie im heimischen Computer. Zum einen jagt man den gesammelten Datenkrempel mindestens einmal durch das gesamte Netz. Zum anderen weiß man nie wer auf die Festplatten sonst noch Zugriff hat. Da uns der Staat immer mehr unterstellt, wir wären alle schuldig und Herr Schäuble mit seinem Bundestrojaner nicht gerade für Begeisterungsausbrüche beim Durchschnittssurfer sorgt, fragt man sich schon wer die private Bildersammlung noch ansehen kann. Was soll schließlich Frau Zypries denken, falls sie erfährt was ich mit ihrer Autogrammkarte gemacht habe, die sie freundlicherweise kostenfrei über das Internet verteilt.
Quellen: teltarif.de, golem.de und schmalenberger.info