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CRE 191 – Eine Empfehlung und ein paar Korrekturen

Für alle Audiophilen unter euch, die gern mehr über DSL wissen wollen, empfehle ich
CRE 191 “Internet im Festnetz” von Tim Pritlove. Einer der besten Podcasts aller Zeiten zu
diesem Thema. Zusammen mit Clemens Schrimpe wird über 3 Stunden über die Internetzugänge der Vergangenheit, der Gegenwahr und natürlich auch der Zukunft erzählt. Wer sich für die Welt der Zugangsprovider interessiert, ist hier genau richtig aufgehoben.

Ein paar Kleinigkeiten die Clemens im Zusammenhang mit den DSL Modems erzählt hat, möchte ich allerdings dann doch noch kommentieren.

Jedes im Handel erhältliche DSL Modem ist überall anschließbar

Clemens meinte, dass man an einen DSL Anschluss in Deutschland jedes beliebige DSL Modem, das hier im Handel erhältlich ist, dranhängen kann. Wie so oft gilt auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme.

Der Anschluss muss dazu nämlich UR-2 kompatibel sein. Die ersten Anschlüsse, die seitens der Telekom und z. B. auch durch HanseNet geschaltet wurden, waren das aber nicht. Bei HanseNet wurden unter anderem DSL Modems von Ciso eingesetzt, für die in der Vermittlungsstelle extra ein spezieller DSLAM von Cisco zum Einsatz kam. Andere DSL Modems haben an diesen Anschlüssen aber definitiv nicht funktioniert. Inzwischen kann man sich allerdings bei allen Providern problemlos umstellen lassen. Von den Cisco Anschlüssen sind auch nur noch eine handvoll übriggeblieben.

Die Telekom schaltet immer nur mit festen Datenrate

Im Podcast kommt es ein wenig so rüber, als würde die Telekom ihre DSL Anschlüsse generell nur mit fixed Rate schalten. Das war auch definitiv lange so. Es gab allerdings nach einem Pilotprojekt die Möglichkeit, auch Anschlüsse mit Rate Adaptive Mode zu bekommen.
Wer nochmal nachlesen will, findet hier den Artikel von 2007 zu diesem Thema. Die Infoseite der Telekom ist allerdings schon längst abgeschaltet.

Das Kabel ins Netz

Ich habe am Samstag per Mail eine Frage bekommen, die ich an dieser Stelle gern einmal für alle beantworten möchte, da sie sicherlich auch für andere interessant ist. Im Grunde genommen geht es darum, wie das Signal aus der Vermittlungsstelle in die Wohnung kommt. Die meisten wissen, dass es da eine ominöse Telefonleitung gibt. Manche denken sogar, dass man für ISDN extra 2 Leitungen braucht. Um die ganzen Missverständnisse mal auszurämen hier zunächst eine grobe Skizze, der üblichen Leitungsführung bei klassischen Telefon- und Internetanschlüssen.

Fakt ist: Jeder Anschluss wird über eine eigene Leitung realisiert. Diese Leitung, im Fachjargon als TAL (Teilnehmeranschlussleitung) bezeichnet, besteht einfach aus 2 Kupferdrähten. Diese werden Doppelader oder kurz DA genannt. Manchmal liest man auch von einer CUDA (Kupferdoppelader). Die Bezeichnungen können hier unter Umständen etwas varieren.

Natürlich wird nicht für jeden Haushalt eine eigene Leitung einzeln vergraben, sondern die Leitungen werden in einem großen Kabel zusammengefasst. Wie das aussieht kann man sehr schön im Wikipedia Artikel zum Telefonkabel sehen.

Im HVt (Hauptverteiler)

Alle Leitungen laufen im HVt zusammen, der normalerweise in einem richtigen Haus untergebracht ist. Zugang haben hier nur Telekomtechniker. Viele verwechseln den HVt mit den kleinen KVz am Straßenrand. Der HVt ist aber um einiges größer und versorgt meist einen ganzen Stadtteil. Wer das Kabelwirrwar mal sehen will, findet hier jede Menge Bilder dazu.
Hier im HVt befinden sich auch der DSLAM für den DSL-Anschluss und der Telefonport für den analogen oder ISDN Anschluss. Aufgrund der immer größer werdenden Verbreitung von NGN Anschlüssen fallen letztere leider immer häufiger weg.

Weiter zum KVz (Kabelverzweiger)

Vom HVt werden die Telefonkabel zum KVz verlegt. Die grauen Kästen am Straßenrand hat jeder schon mal gesehen. Seit es VDSL gibt sind sie sogar noch größer und mit eigener Lüftung ausgestattet. Die alten klassischen Kästen dagegen sind vollkommen passiv und beherbergen eigentlich nur Klemmleisten auf denen die Doppeladern aufgeklemmt werden. Von hier aus verlaufen die Doppeladern weiter zum APL.

Am APL

Der APL (Abschlusspunkt Linientechnik) ist die Hausverteilung für die einzelnen Doppeladern. Das Telefonkabel, dass hier ankommt, ist schon nicht mehr ganz so dick. Genau wie der KVz ist der APL eigentlich nur eine große Klemmleiste auf der alle ankommenden Doppeladern aufgelegt werden. Vom APL geht ein Telefonkabel in jede Wohnung, dass am Ende in der TAE rauskommt. In Gebäuden mit mehreren Etagen kann es zusätzlich nochmal pro Etage einen Etagenverteiler geben. Der ist aber eher optional.

Am Schluss kommt die Dose (TAE)

Die Telekommunikations-Anschluss-Einheit oder kurz TAE genannt ist das, was der Endkunde von seinem Anschluss zu Gesicht bekommt. Hier wird der Splitter für Modem und Telefon angeschlossen. Von den ganzen Kabeln dahinter bekommt man eigentlich gar nichts mit. Es sei den die Telefondose fällt von der Wand.

Ich hoffe ich konnte bei der Frage nach der Leitungsführung etwas behilflich sein.

Update: Ich habe mal die Skizze etwas erweitert, damit die Leitungsführung etwas besser verständlich ist.

Wohin mit den DM Münzen

Die Älteren werden sich vielleicht erinnern, dass wir vor dem Euro eine andere Währung hatten. Diese “D-Mark” gibt es nun schon lange nicht mehr. Wer trotzdem noch den ein oder anderen Taler übrig hat und nicht weiß wohin damit, der sollte sein altes Klimpergeld zum telefonieren nutzen.

Im Kabelschacht

Unter unseren Füßen befindet sich mehr, als man auf den ersten Blick erahnen kann. Manchmal wird aber ein Kanaldeckel geöffnet und dann kann man einen Blick in die sonst eher dunkle Unterwelt erhaschen. Fabian, der bereits die VDSL Fotos gesponsort hat, konnte auch ein paar Fotos vom Verlegen der Glasfaser machen.

Bilder eines VDSL DSLAM

Die Very High Speed Digital Subscriber Line oder auch VDSL ist die nächste Generation der Breitbandanschlüsse und
inzwischen schon relativ lange im Einsatz. Der Vorteil gegenüber dem herkömmlichen ADSL2+ Standard, ist die wesentlich höhere Bandbreite. Dafür muss aber die Vermittlungsstelle näher an den Endverbraucher gerückt werden.

Telekom Outdoor-DSLAM VDSL

Möglich wird das, durch den Einsatz von Outdoor DSLAMs. Während beim bisherigen ADSL der Gegenport für das ADSL Modem in einer meist weit entfernten Vermittlungstelle sitzt und Entfernungen von mehr als 4 km per Kupferkabel überbrückt werden, ist die Kupferleitung bei VDSL nur sehr kurz. Die Vermittlungsstelle, der Outdoor DSLAM, steht jetzt in der Straße vor der Haustür. Damit müssen nur noch wenige 100 Meter Kupfer genutzt werden. Den Rest der Strecke legen die Daten per Glasfaser zurück. Dadurch sind wesentlich höher Bandbreiten möglich.

Natürlich ist die neue Technik auch mit mehr Aufwand verbunden. Während die bisherigen KVZs nichts weiter waren als große Schaltkästen mit sehr vielen Kabeln, brauchen die Outdoor DSLAMs Strom und erzeugen dadurch auch Wärme. Damit die teure Technik im Inneren nicht gegrillt wird, sind im KVZ extra Lüfter verbaut. Wer mal am Kasten lauscht kann sie sogar hören.

Neue Bilder

Dank eines freundlichen Bloglesers konnte ich jetzt endlich meine Bildersammlung für VDSL Outdoor DSLAMs erweitern. Fabian war so nett und hat den Aufbau eines neuen KVZ dokumentiert. Ab Bild 3 geht’s los. Die Lagepläne und Trassenführungen für den KVZ, die betroffene Anwohner von der Telekom vorab erhalten, sind auch in der Galerie. Für die Kabelführung unter dem KVZ gibt es bald eine eigene Bilderserie. Fabian war nämlich sehr fleißig und hat die Hauptkabel auch gleich geknipst. Viele Dank dafür, hab mich wirklich riesig darüber gefreut.

Bildergalerie VDSL Outdoor DSLAM

Rückruf für Speedport W 700V


Bild: Telekom

Die Telekom warnt davor, dass das Netzteil des Speedport W 700V defekt sein kann. Das Gehäuse des Netzteils ist bei einigen Geräten nicht ganz in Ordnung, wodurch man unter Umständen einen Stromschlag bekommen kann. Wer ein Speedport besitzt und sich jetzt nicht sicher ist, sollte den Router vom Strom trennen und auf den Hilfeseiten der Telekom nachschauen. Dort findet man unter anderm auch die Rufnummer für den kostenfrei Umtausch.

Mit Strom ist nicht zu Spaßen. Also Vorsicht mit dem Netzteil und erst den Stecker ziehen.

Profi bei der Arbeit

EVza mit direkt angeschlossener TAE

Zeitdruck, hohe Kosten, der starke Wettbewerb. Es gibt viele Gründe für Pfusch. Irgendwas davon wird es wahrscheinlich auch bei diesem APL gewesen sein. Der Techniker, der zwei neue Anschlüsse legen sollte, hat den kurzen Weg gewählt und die TAEs einfach direkt an den APL geklemmt. Blöd nur das der APL außen am Haus befestigt ist und gerade Winter war.

Viele Dank und gute Besserung an meinen Stammleser, der mir das Bild zu Verfügung gestellt hat.

So behebt die Telekom Störungen


Gefunden bei: dsltarife.net

Ruf doch mal an

Bei der grauen Post bin ich über diese uralte Rarität gestolpert, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

Alt und Neu

Nach langer Pause geht es jetzt endlich wieder weiter. Über den Jahreswechsel sind hier so einige schöne APL Bilder eingetrudelt, die ich jetzt der Reihe nach abarbeiten will. Als Auftakt für das neue Jahr habe ich natürlich auch gleich etwas besonderes für euch. Die 3 folgenden Bilder stammen von Alexander und zeigen zwei Endverzweiger die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Die Reichspost lässt grüßen

Der EVza25 links im Bild wurde seid 1925 gebaut. Das gute Stück auf dem Foto stammt sehr wahrscheinlich aus dem Jahr 1937 und gehört damit zu den ganz alten APL Serien, die in Deutschland verbaut wurden. Das “a” in EVza25 steht für die Außenvariante des Endverzweigers. Die 25 gibt das Jahr (19xx) an, in dem der APL erstmals gebaut wurde. Wer mehr über diesen Dinosaurier der Telekommunikation wissen will, kann sich in der Wikipedia umschauen.


Das Gegenstück

Nur wenige Zentimeter entfernt hängt der nächste APL. Allerdings handelt es sich dabei um einen neuen EVz98, der erst vor kurzem von der Telekom angebracht wurde, um den alten APL zu ersetzen. Das Haus an dem beide hängen steht übrigens in Bückeburg in Niedersachsen.

Erstaunlicherweise schafft es selbst der alte APL, der schon mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat, immer noch mit DSL umzugehen. Man kann sagen was man will, aber es ist ziemlich erstaunlich wieviele Daten durch diesen alten dünnen Draht passen. Die alten Kabel sind übrigens noch mit Blei ummantelt und mit Papier isoliert, was gar nicht mal so unüblich ist.

Irgendwann kommt aber auch die alte Technik an ihre Grenzen und muss ausgetauscht werden. Allerdings darf nicht jeder an das gute Stück Hand anlegen. Der Austausch des APL wird von der Telekom Tiefbau vorgenommen, egal über welchen Provider man seinen Anschluss nutzt, da die Telekom die Hoheit über die letzte Meile hat.

Wer noch mehr Fotos für meine Sammlung hat, immer her damit. Bilder werden unter fotos (at) provider-stoerung.de dankend angenommen.

Ein APL in Berlin

APL in Berlin

Dank meiner netten Leser, die mir immer wieder neue APL Fotos schicken, kann ich inzwischen eine stattliche Sammlung vorweisen. Das neuste Exemplar kommt von Marc aus Berlin. Wie man auf dem Bild gut sehen kann hat sich Marc nicht ohne Grund auf die Suche nach seinem APL begeben. Die rausgezogenen Kabel sehen leider nach Totalausfall aus. Ich hoffe die Telekom hat das inzwischen gerichtet.

Falls auch du in meine Sammlung willst dann schnapp dir deinen Fotoapparat und lauf in den Keller (oder wo auch immer sich dein APL befindet). Einsendungen bitte an fotos (at) provider-stoerung.de schicken. Wer ein eigenes Blog besitzt, bekommt natürlich auf Wunsch einen Backlink, als kleine Gegenleistung.

VDSL inside

Die großen Outdoor DSLAMs, die überall in den Großstädten rumstehen, sind wohl kaum zu übersehen. Wer mal näher rangeht und lauscht wird feststellen, das die Dinger sogar ziemlich laut sind. Das liegt daran, dass in den VDSL Outdoor DSLAMs nicht nur die Kabel rangiert werden, sondern auch jede Menge Technik verbaut ist, die gekühlt werden muss. Ein DSLAM eben.

Reinschauen geht aber leider nur falls man mal Glück hat und das ist eher selten. Heute morgen fand ein nette Mail mit zwei Bildern in meinem Postfach auf denen ein Telekomtechniker vor dem Outdoor DSLAM zu sehen ist. Die Bilder will ich euch natürlich nicht vorenthalten.


Danke an Klaus für die Fotos.

Welche Provider twittern

Twittern geht schnell, kostet nichts und ist in einigen Fällen sogar ganz hilfreich. Inzwischen sind die Kurznachrichten auch bei den großen Providern in Deutschland angekommen. Zwar geht es primär darum, auf den Web 2.0 Zug aufzuspringen und dabei allerlei Werbung unters Volk zu bringen. Für die Kunden wird allerdings bei den meisten Provider per Twitter auch Hilfe angeboten, die man sonst nicht so einfach bekommt. Wer sich schon durch alle Hotlines durchtelefoniert hat und per Email nur mit Standardantwort abgefrühstückt wurde, hat per Twitter zumindest eine kleine Chance doch noch weiter zu kommen.

Keine Warteschlagen

Der große Vorteil von Twitter gegenüber dem Telefonsupport oder Email, ist meiner Meinung nach die Geschwindigkeit mit der geantwortet wird. Zwar hat Twitter insgesamt eine Menge Nutzer, aber noch haben nicht alle begriffen, dass es auch diesen Kanal zum ISP gibt. Daher reichen den Provider offenbar kleine Teams, die auf die Tweets antworten, aus. Meist hängt am Twitteraccount allerdings erstmal die Presse und Marktingabteilung. Die geben Anfragen, dann einfach nur weiter. Allerdings meist mit der entsprechenden Priorität. Schließlich ist alles öffentlich nachvollziehbar und mal will sich ja nicht blamieren.

Vodafone

1,260 Following | 8,728 Follower | 359 Gelistet
Twitteraccount: vodafone_de

Hilfe per Twitter ist möglich und das Konto wurde von Twitter verifiziert. Es handelt sich also wirklich um Vodafone und nicht um einen Trittbrettfahrer. Wirklich spannend sind die Tweets nicht unbedingt, aber das ist Ansichtssache.

Alice/HanseNet

175 Following | 2,052 Follower | 94 Gelistet
Twitteraccount: Alice_de

Auch hier wird Hilfe per Twitter angeboten. Wer Alice finden will, muss allerdings erstmal ganz schön suchen. Wer nur nach Alice sucht findet zwar eine Menge netter Damen, die Alice heißen, aber nicht den Provider. Die Suche nach “Alice DSL” zeigt zwei Accounts(alicedsl und Alice_DSL ), die eventuell zu Alice gehören, aber nicht benutzt werden. Der Account “HanseNet” ist offenbar auch schon durch Dritte gekapert worden. Vielleicht hätte man sich mal etwas eher für Twitter interessieren sollen.

1und1

3,158 Following | 3,570 Follower | 217 Gelistet
Twitteraccount: 1und1

Auch 1und1 will im sozialen Web 2.0 Dschungel mitmischen. Hier twitter allerdings nicht die Presseabteilung, sondern das Social Media Team. Da fühlt man sich doch gleich viel besser aufgehoben.
Seit der Bekanntgabe des 1und1 Smartpads hat das kleine Team offenbar alle Hände vollzu tun. Trotzdem bleibt noch genug Zeit um alle möglichen Kundenfragen zu beantworten.

Telekom

566 Following| 6,751 Follower |206 Gelistet
Twitteraccount: Telekom_hilft

Auf den ersten Blick denkt man die Telekom ist absolut Twitterverrückt. Es gibt nicht nur einen Account sondern unzählige.
Da wären zum Beispiel T_Labs, magenta4010, t_online_deShop, deutschetelekom, trendforum, telekomerleben und GreenTelekom, um mal nur einige zu nennen. Der Durchnittskunde sieht da wahrscheinlich nicht mehr durch.

Genau wie im T-Punkt gibt es auch beim Twitteraccount ganz offizielle Öffnungszeiten. Bei den anderen Providern vermisst man das ein bisschen. Klar sollte man nicht erwarten, Nachts um 3 von 1und1 noch eine Nachricht per Twitter zu bekommen. Aber die genauen Uhrzeiten hat bis jetzt nur die Telekom veröffentlich.

Auch in Sachen Datenschutz ist man hier sensibler als bei den Mitbewerbern. Auf der Twitterseite wird unmissverständlich klar gemacht, dass man keine persönlichen Daten per Twitter verschicken soll. Bei den anderen Providern findet man dageben auch mal den Hinweis: “Schick mir mal die Daten per DM”. Das solche Aufforderungen vieleicht den ein oder anderen Twitterneuling überfordern und dann plötzlich die vollständigen Daten im öffentlichen Stream landen könnten, scheint bei der Konkurrenz keinen zu stören. Die Telekom hat dagegen schon ein paar unangenehme Erfahrungen mit dem Datenschutz gemacht und sich das Thema offenbar auch zu Herzen genommen.

Außerdem soll nicht unerwähnt bleiben, das Telekom_hilft ein reiner Support Kanal ist. Hier schreiben keine Social Media PR Leute, die alle Anfragen nur weitergeben, sondern Servicemitarbeiter die sich auskennen. Meiner Meinung nach hat die Telekom hier ganz weit die Nase vorn.

Unitymedia

51 Following | 228 Follower | 16 Gelistet
Twitteraccount: Unitymedia

Auch die etwas kleineren in der Branche haben Twitter für sich entdeckt. Bei Unitymedia gibt es aber zunächst eher Infos und PR. Wer eine Frage oder Probleme hat kann sich aber auch per Tweet an das Team wenden. Was aufgrund der noch sehr übersichtlichen Zahl der Follower wohl recht schnell geht.

KabelBW

67 Following | 284 Follower | 17 Gelistet
Twitteraccount: kabelbw

Nebenan bei KabelBW herrscht eher Funkstille. Statt lauten Zwitschern zirpen hier eher die Grillen ein leises Hintergrundlied. Alle paar Tage kommt mal ein Tweet oder eine Frage aber sonst passiert nichts.

NetCologne

22 Following | 167 Follower | 18 Gelistet
Twitteraccount: NetCologne_GmbH

Nach düsterer sieht es bei Net Cologne aus. Hier wird lediglich PR unter die kleine Anzahl an Followern rausgehauen. Als Supportkanal ist dieser Account eher nicht zu gebrauchen.

O2

59 Following | 4,305 Follower | 197 Gelistet
Twitteraccount: o2online_de

Das Gegenteil von düster und langweilig findet man bei O2. Hier wird flott gezwittschert. Wer allerdings mehr als nur die Standardfragen stellen will, wird an die Kundenbetreuung verwiesen. Individuelle Anfragen werden offenbar nicht bearbeitet. Das ist ein bisschen Schade, die anderen können es schließlich auch.

Versatel

102 Following | 118 Follower | 7 Gelistet
Twitteraccount: VersatelAG

Auch hier haut der Praktikant ab und zu eine paar PR Meldungen raus, ansonsten ist Flaute. Support sucht man vergebens. Der Account ist höchstens für Journalisten interessant.

Provider die nicht twittern

Es gibt natürlich auch Provider die sich gar nicht für Twitter interessieren. Man muss ja nicht alles mitmachen. Kabel Deutschland scheint zum Beispiel so ein Fall zu sein. Es gibt zwar 3 passende Twitteraccounts, wovon einer sogar aktiv ist. Allerdings twittert hier nicht Kabel Deutschland sondern ein Kunde, der seinem ISP wohl in der Zeit etwas voraus ist.

Fazit

Twitter könnte in Zukunft durchaus ein Supportkanal werden, den auch die breite Masse benutzen kann. Wer seinen Provider wechseln möchte sollte sich auf jeden Fall mal die Tweets seiner Wunschkandidaten anschauen. Aus den Problemen anderer lernt es sich ja bekanntlich am besten und zum reinen Lesen braucht man noch nicht mal ein Twitterkonto. Und falls dein Provider nicht twittert, kannst du auch einfach mir folgen.

Rügen ohne Telefon

Der Bagger hat mal wieder zugeschlagen und in Stralsund eine Glasfaserleitung durchtrennt. Jetzt können die Telekomkunden auf Rügen nur noch untereinander telefonieren. Alles andere geht erstmal nicht.

Da die Telekom aber sicher schon fleißig am flicken ist, sollte das Problem bald vorbei sein. Bei dem schönen Wetter kann man es ja auch mal ein paar Stunden ohne Telefon aushalten.

via teltarif

Mitten in Barmbek

Telekom Zelt in Barmbek

Was die Jungs von der Telekom wohl da drin gemacht haben?

Telekom hilft per Twitter

Inzwischen haben alle großen Provider einen Twitter Account und nutzen ihn mehr oder weniger. Populäres Beispiel ist hier sicherlich 1und1, die mit Ihrem Blog auch im Fernsehen Werbung machen. Neu dabei ist jetzt die Telekom. Unter “telekom_hilft” kann sich jeder per Twitter an die Telekom wenden und Fragen stellen. Die ersten Meinungen von Leuten die es über Twitter probiert haben sind durchaus positiv. Es lohnt sich also durchaus mal mit dem rosa Riesen zu zwitschern, falls der Anschluss nicht läuft.

Persönliche Daten wie Kundennummer oder Zugangskennungen sollten allerdings nicht öffentlich per Tweet durch die Gegend geschickt werden. Dafür gibt es extra die Mailadresse telekom_hilft@telekom.de.

Die Telefondose im Garten

Ist trauriger Weise nichts Neues. Aber immer wieder lustig anzuschauen. Da hat die Telekom (bzw. einer ihrer Subunternehmer) mal wieder ganze Arbeit geleistet und dem armen Kerl tatsächlich die Telefondose an den Außen-APL angeschraubt.

Die neuesten Datenlecks bei Vodafone und Unitymedia

Das Kundendaten bei der Telekom gerne mal über irgendein Callcenter in die falschen Hände gelangen, ist nichts Neues mehr. Anderen Providern passiert so was natürlich auch mal. Das Wirtschaftsmagazin Capital hat da mal recherchiert und prompt herausgefunden, dass die Staatsanwaltschaft Bonn auch wegen Datenproblemen bei Vodafone und Unitymedia ermittelt. Insgesamt sollen wohl ca. 200000 Datensätze betroffen sein.
Zum Glück geht es nur um die Adresse und Telefonnummer der Kunden. Aber das reicht schon, um regelmäßig nervende Anrufe zu bekommen, damit man in einen günstigeren Tarif wechselt.

Der Witz an der ganzen Geschichte ist aber, das die Ermittler erst mal davon ausgegangen sind, dass es sich um Telekomdaten handelt. Erst als ein paar Probedaten bei der Telekom auswertet wurden, meinten die: “Nene, dass sind die Daten unserer Wettbewerber.” Aber so ist das halt. Kaum sind größere Datenmengen im Umlauf wird erstmal auf die Telekom gezeigt. Das Image wird man da so schnell nicht mehr los.

Update

Unitymedia hat auf Nachfrage von Onlinekosten.de eine Stellungnahme abgegeben, wonach ihnen keine Daten abhanden kommen sind. Mal sehen wem die Daten dann gehören.

Strato wird magenta

Die Freenettochter und großer deutscher Webhoster Strato wird an die Telekom verkauft. Für insgesamt 275 Mio. Euro geht Strato damit günstiger weg als erwartet. Im September war noch von 300 Mio. die Rede. Aber wir haben ja immer noch Krise, also was solls.

Telekom liebäugelt mit dem Webhoster Strato

Die Freenet Tochter Strato steht zum Verkauf. Angeboten werden 1,3 Mio. Kunden mit ca. 4 Mio Webseiten. Das aktuelle Gebot liegt bei 300 Mio Euro. Sicherlich kein billiges Schnäppchen, aber 1 Euro pro Webseite wäre auch ein bisschen zu wenig.

Die Kunden freut es wenig

Die Kommentare der Strato und Telekomkunden zu diesem Thema sehen nicht so positiv aus, wie die Prognosen der Finanzjongleure. Diejenigen die von Telekom zu Strato und andersherum gewechselt sind müssen sich jetzt wieder noch einem neuen Hoster umsehen. Naja, noch ist Strato nicht verkauft und vielleicht heißt der zukünftige Besitzer auch gar nicht die Telekom. Also erstmal besser abwarten.