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Speedtest für VDSL mit iperf und OS X

Nachdem mein VDSL DSL Anschluss über Congstar jetzt endlich da ist, wollte ich natürlich auch die Bandbreite testen. Laut den Fritzbox DSL Infos sollten 50 Mbit/s down und 10 Mbit/s up möglich sein.

VDSL Info Fritzbox

Natürlich könnte ich jetzt auf irgendeine Speedtestseite gehen und dort auf „Speedtest starten“ klicken. Aber leider bieten diese Tests keine Garantie, dass das angezeigte Ergebnis auch nur annähernd richtig ist. Warum das so ist und was man ohne viel Aufwand trotzdem machen kann, habe ich hier mal erklärt.

Prequisits

Um die Bandbreite zwischen meinem Macbook und meine Server im Internet über meinen neuen VDSL Anschluss zu testen, möchte ich iperf verwenden. Entweder direkt auf der iperf Seite das tar laden oder über Homebrew mit brew install iperf installieren.

Mein Server läuft unter Ubuntu. Dort kann das Paket mit sudo apt-get install iperf installiert werden.

Da die Fritzbox die Verbindung von außen per NAT übersetzt und mein Macbook keine öffentliche Adresse hat, muss in der Box unter Internet/Freigaben eine Portfreigabe für Port 5001 TCP erstellt werden.

Portfreigabe fuer iperf fritzbox

Auf dem Macbook einfach das Terminal öffnen und schon kann es los gehen. Um eure öffentliche IP zu erfahren könnt ihr curl ifconfig.me aufrufen. Curl kann ggfs. auch über Homebrew installiert werden. Anschließend auf dem Macbook mit iperf -s den iperf Server starten.

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Server listening on TCP port 5001
TCP window size: 128 KByte (default)
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Auf dem Server stellt ihr dann die Verbindung mit iperf -c öffentlicheIP -P 6

Anschließend sollte ihr auf dem Server das Ergebnis sehen:

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Client connecting to öffentlicheIP, TCP port 5001
TCP window size: 23.4 KByte (default)
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[ 4] local ServerIP port 46749 connected with öffentlicheIP port 5001
[ 5] local ServerIP port 46750 connected with öffentlicheIP port 5001
[ 6] local ServerIP port 46751 connected with öffentlicheIP port 5001
[ 7] local ServerIP port 46752 connected with öffentlicheIP port 5001
[ 3] local ServerIP port 46748 connected with öffentlicheIP port 5001
[ 8] local ServerIP port 46753 connected with öffentlicheIP port 5001
[ ID] Interval Transfer Bandwidth
[ 3] 0.0-10.0 sec 0.00 ? ??s 14760230699284436992 Bytes/sec
[ 7] 0.0-10.1 sec 10.5 MBytes 8.69 Mbits/sec
[ 6] 0.0-10.2 sec 13.4 MBytes 11.1 Mbits/sec
[ 5] 0.0-10.2 sec 11.2 MBytes 9.28 Mbits/sec
[ 4] 0.0-10.2 sec 10.6 MBytes 8.75 Mbits/sec
[ 8] 0.0-10.2 sec 9.88 MBytes 8.11 Mbits/sec
[SUM] 0.0-10.2 sec 55.0 MBytes 45.2 Mbits/sec

Der Test starten 6 parallele Verbindungen, die bei mir auf insgesamt 45.2 Mbit/s kommen. Da mein Server mit 100 Mbit/s angebunden ist und zum Testzeitpunkt keine anderen Downloads liefen, kann man das schon als ziemlich genaues Ergebnis sehen.

Das neue Telekom D-Netz

Die Telekom hat laut verschiedenen Presseberichten bei einem geheimen Treffen im Wirtschaftsministerium Pläne für Routingänderungen in ihrem Netz vorgestellt. Dabei soll Traffic, der von Kunden in Deutschland erzeugt wird und dessen Ziel sich ebenfalls in Deutschland befindet, nicht über Verbindungsknoten im Ausland geroutet werden. Die Boulevardpresse spricht hier immer wieder von E-Mailverkehr. Gemeint ist aber sehr offensichtlich der gesamte Traffic und nicht nur die Verbindung zwischen den großen Mailservern von Telekom, 1und1, gmx und web.de.

Erreicht werden soll dieses zweifelhafte Ziel, indem sich alle Provider schriftlich darauf einigen. Wer nicht mitspielt, soll nach dem Verständnis der Telekom durch gesetzliche Regelungen dazu gezwungen werden.

Die nach außen getragene Intension, die Daten sollen in Deutschland bleiben, damit sie nicht in Großbritannien oder anderswo von ausländischen Geheimdiensten abgehört werden können, klingt zunächst sehr löblich. Dabei muss man sich aber fragen, ob der ganze Aufwand überhaupt gerechtfertigt ist bzw. ob es nicht noch andere Gründe dafür gibt.

Was steckt dahinter

Zunächst sieht es so aus, als ob hier nur eine Nebelkerze gezündet werden soll. Die Abhörmaßnahmen sind letztendlich nicht nur auf einige wenige große Knoten im Ausland und ausländische Geheimdienste beschränkt. Auch der BND schneidet offenbar gerne mit. Damit würden wir uns am Ende „nur noch“ von unseren eigenen Geheimdiensten aushorchen lassen.

Da die Bestrebungen der Telekom in der Regel eher durch wirtschaftliche Gegebenheiten zu erklären sind, liegt hier der Verdacht nahe, dass durch neue Verträge der Konkurrenz das Leben schwer gemacht werden soll. Die Abhörsicherheit verbessert der Vorschlag jedenfalls nicht.

Kein Internet wegen McAfee

Falls dein Internetzugang nicht mehr funktioniert, könnte das auch an McAfee liegen. Ich hatte erst vor kurzem so ein Firewallopfer zur Reparatur auf dem Schreibtisch. Leider hat wirklich nur das Deinstallieren von McAfee geholfen, den auch das abschalten der Firewallfunktion hat nichts gebracht.

1 km Internet

Vor einiger Zeit bin ich zufällig, auf dem Weg zur Arbeit, an dieser Kabeltrommel vorbeigekommen. Wie sich rausstellte wurde hier gerade ein neues Glasfaserkabel eingezogen. Quasi wieder 1 km Internet mehr. =)

Serverumzug

Dieses Blog ist eben auf einen anderen Server umgezogen. Bis auf ca. 30 Sekunden, in denen die Seite kurz eine Fehlermeldung angezeigt hat, ist auch alles gut gegangen.
Zeitgleich gab es auch noch Updates für alle Plugins und das Backend. Insgesamt sollte die Seite jetzt wesentlich schneller sein.

Falls noch jemanden etwas auffällt was nicht passt, bitte hier in den Kommentaren melden. Danke.

GMX Account gehackt?

Da die schlechten Nachrichten bezüglich Passwortklau nicht abreißen, habe ich mir mal nebenan bei om.de ein paar Gedanken zum Thema sichere Passwortverwaltung gemacht. Wer immer noch überall ein und dasselbe Passwort benutzt, sollte sich die 3 Minuten zum lesen auf jeden Fall nehmen. Hinterher ist es sonst zu spät.

Hulu und Pandora außerhalb der USA nutzen

„Leider ist dieses Video in deinem Land nicht verfügbar.“ Das liest man leider viel zu häufig. Der Grund dafür
ist die merkwürdige Lizenzpolitik mit der Video und Audio im Netz verteilt wird. Damit ist meist an der Ländergrenze Schluß. Wer trotzdem nicht auf Dienste wie Hulu oder Pandora verzichten will, muss die Seite z. B. über einen Proxy aufrufen, der in den USA steht. Oder man surft über einen VPN Tunnel, mit Ausgang in den USA. Allerdings hat das einen entscheidenen Nachteil. Es ist leider langsam oder teuer oder beides.

Alles wird besser

Jetzt gibt es endlich einen einfachen Weg um Video und -Audiostreamingdienste aus den USA auch bei uns zu benutzen. Dazu ist kein VPN oder Proxy notwendig, sondern lediglich die Änderung der genutzen DNS Server. Über die DNS Server von tunlr gibt es die Länderbeschränkung nämlich nicht.

Kleine Änderung, große Wirkung

Primärer DNS-Server: 149.154.158.186
Sekundärer DNS-Server: 199.167.30.144

Ein Tutorial wie man die DNS Server ändert findet ihr ebenfalls bei Tunlr. Wichtig ist, dass hinterher die Netzwerkverbindung kurz deaktiviert und wieder neu aktiviert wird. Rechner neu starten geht natürlich auch.

Danach könnt ihr folgende Dienst in den USA nutzen:

  • Netflix1
  • Hulu / HuluPlus1
  • CBS
  • ABC
  • MTV
  • theWB
  • CW TV
  • Crackle
  • NBC
  • FOX
  • TV.com
  • PBS
  • Vevo
  • History
  • Lifetime TV
  • Pandora
  • Last.fm
  • Turntable.fm
  • MOG.com
  • iHeartRadio
    • Viel Spaß damit.

Die beste Alternative zur Google Suche

Da Google in letzter Zeit immer mehr Richtung Darkside wandert, habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Beim Vogonen-Podcast bin ich endlich fündig geworden. Dort hat der Pfitz die Suchmaschine duckduckgo empfohlen. Ein absoluter Geheimtipp, den man sich auf jeden Fall anschauen sollte.

Keine Searchbubble

Es gibt viele Gründe die Datensammelwut von Google nicht zu mögen. Google rechtfertigt das Sammeln und Zusammenführen von allen möglichen Suchanfragen damit, dass es zu besseren, persönlicheren Suchergebnissen führen würde. Jemand der in der Vergangenheit nach Autos gesucht hat und dann bei Google nach „Golf“ sucht, bekommt zuerst Treffer die zu VW Golf passen und keine Treffer zum Golf von Mexico oder zum Sport. Das ist natürlich sehr nützlich. Allerdings erzeugt es auch ein Problem. Die Searchbubble entsteht. Man wird in einer Blase gefangen, aus der Google den User nicht mehr so ohne weiteres ausbrechen lässt.

Mit duckduckgo ist das anders. Die Suchmaschine will ihre User explizit nicht verfolgen oder Daten über sie speichern. Stattdessen bekommt man für die Suche nach „Golf“ die verschiedenen Bedeutungen angezeigt und kann so die Ergebnisse selbst eingrenzen. Wusstet ihr was Code Golf ist?

Damit findet man zwar weitaus mehr, als man eigentlich wollte. Aber genau das ist das Spannende am Internet.

Die Bang Syntax

Ein anderes schickes Feature von Duckduckgo ist die Bang Syntax. Setzt man zum Beispiel !youtube vor den Suchbegriff, wird er automatisch auf youtube gesucht. Mit !chrome kann man nach Chrome Addons suchen, usw.

andere Goodies

Ein paar sehr schicke Features findet ihr auf der Goodies Seite von Duckduckgo. So kann die Suchmaschine z. B. rechnen, indem man einfach die Aufgabe („5*9“) eingibt. Umrechnen von Einheiten („5mph to km/hr“), Zufallszahlen („random number“) erzeugen und der Wetterbericht („weather hamburg“) sind ebenfalls kein Problem.

Das Wichtigste bei eine Suchmaschine sind natürlich die Ergebnisse. Da Google nicht nur auf eine Menge Erfahrung, riesige Serverfarmen und einen gigantischen Suchindex zurückgreifen kann, ist natürlich klar, dass es die Konkurrenz auf diesem Gebiet sehr schwer hat. Trotzdem konnte mich duckduckgo mit den Suchergebnisse überzeugen, so das ich meine Defaultsuchmaschine auf allen Rechner geändert habe. Und falls ich mal was nicht finde, schreiben ich einfach !google vor den Suchbegriff.

Netzwerkdaten per Fritzbox mitlesen

Damit man auf Webseiten surfen, E-Mails lesen und chatten kann, müssen viele Daten durch die Gegend geschickt werden. Was viele nicht wissen ist, dass diese Daten an einigen Stellen durchaus mitgelesen werden können und dass sie in einem durchaus von Menschen lesbaren Format durch die Kabel geschickt werden, bzw. sehr leicht in eine lesbare Form zu bringen sind.

Eines der bekanntesten Tools zum Mitlesen von Netzwerktraffic ist Wireshark. Damit kann man unter Windows/Linux/Mac OS den kompletten Datenverkehr in dem Netzwerk sehen, an dem der Computer angeschlossen ist. Das Ergebnis kann auch abgespeichert und zur späteren Analyse aufgehoben werden.

Mitscheiden ohne Wireshark durch die Fritzbox

Wer eine Fritzbox besitzt kann auch ohne Wireshark oder andere Tools den Netzwerkverkehr belauschen. Dazu muss im lokalen Netz einfach nur die Adresse http://fritz.box/html/capture.html aufgerufen werden.

Man kann im Interface der Fritzbox auswählen, welche Schnittstelle abgehört werden soll und schon beginnt die Aufzeichnung. Anschließend kann man die Datei speichern und bei Bedarf zum Beispiel in Wireshark anschauen.
Das ist bei Netzwerkproblemen meist sehr hilfreich, da man wirklich sieht was zum Beispiel bei langsamen Netzwerkverbindungen oder Videorucklern passiert.

Eine kleine Einführung in die Benutzung von Wireshark gibt es auch als Videoanleitung. Für alle Interessierten empfehle ich das Tutorial von nwlab.net zum Thema Wireshark.

via: linuxundich.de

Die Vorratsdatenspeicherung ist noch nicht vom Tisch

Der Kampf um die Vorratsdatenspeicherung geht in die nächste Runde. Es gibt eine neue Petition die sich gegen die Vorratsdatenspeicherung ausspricht und aktuell von mehr als 10.000 Leuten unterzeichnet wurde. Benötigt werden allerdings 50.000. Wer noch nicht unterschrieben hat kann hier online mitzeichnen.

via: netzpolitik