Kategorienarchiv: Domains

15.000.000 .de Domains

15 Mio. Domainnamen haben seit gestern das .de am Ende. Das macht die ccTLD .de zur 2. beliebtesten Domainendung nach .com. Die hat mit ca. 100 Mio. Domains noch einen schönen Vorsprung. Aber Platz 2. ist immerhin auch ganz ordentlich.

Die 15. millionste Domain war floristennetzwerk.de. Die Seite dazu sieht im Moment leider genauso aus, wie viele der anderen 15 Mio. potenzieller Informationsangebote. Leer! Aber was nicht ist kann ja noch werden. Die Hoster in Deutschland freuen sich jedenfalls.

Source: Pressemitteilung Denic:

CDU wird zum Domainsquatter

Wer die Domain piratenparteiratingen.de aufruft, erwartet eigentlich den Internetauftritt der Piratenpartei. Leider war Herr Schäckermann vom CDU Stadtverband Ratingen hier schneller und hat die Domain kurzerhand für die CDU registriert. Bis vor Kurzem wurde man beim Aufruf der Domain auch noch auf die Seite der CDU umgeleitet. Da diese Seite wegen einiger Sicherheitslücken aber sehr leicht zu manipulieren waren, hat es nicht lange gedauert bis sie durch kreative Köpfe neu gestaltet wurde.

Volle Breitseite für die CDU

Viel Mühe war hier nicht notwendig. Laut Golem und dem 1337 Blog hatte der Internetauftritt der CDU Ratingen alle bekannten Sicherheitsprobleme. Der MySQL Server war von außen erreichbar. Das Datenbankschema lag offen auf dem Webserver rum und die Seite war anfällig gegen URL Manipulation. Mit anderen Worten. Die Haustür war sperrangelweit offen. Alle Wertsachen lagen davor und Hausbesitzer sind verreist.

Inzwischen ist die Weiterleitung auf piratenparteiratingen.de entfernt und es wird nur noch eine weiße Seite ausgeliefert. Alles in allem ist es ein ganz großes Armutszeugnis für die CDU zu solchen Mitteln zu greifen und Domains zu registrieren, die mit dem Namensrecht anderer Parteien kollidieren. Dazu kommt noch, dass man bei der CDU offenbar gar nicht begriffen hat, wie sehr man hier daneben liegt. Der stellvertretende Bürgermeister (CDU) der Stadt Ratingen hat auch noch die Frechheit besessen gegenüber dem Handelsblatt zu sagen:

Seine Partei habe mit den Registrierungen darauf hinweisen wollen, dass “auch bei den Piraten dunkle Flecken in der digitalen Welt existieren”.

Nur weil zum Beispiel die Domain ratingen-cdu.de noch frei ist, werden Andere sicherlich nicht auf die Idee kommen, die Domain schnell zu registrieren und Weiterleitungen zu anderen Parteien einzurichten. Aber bei der CDU hat sich das offenbar noch nicht rumgesprochen, den von Domains hat man da keine Ahnung.

Die Domain wwwcdu.de gehört nämlich keiner Partei, sondern einem Domainsquatter. Soviel zum Thema Internetkompetenz.

Wo kann man den Dispute Eintrag sehen

Zuweilen kommt es zu Streitigkeiten um Domainnamen. Für .de Domains gibt es dafür den sogenannten DISPUTE Eintrag. Der wird von der Denic gesetzt, damit der Inhaber einer Domain nicht mehr verändert werden kann. Ansonsten könnte er sich durch umschreiben der Domain auf eine andere Person aus der Affäre ziehen.

Und woher weiß man ob ein Dispute gesetzt ist?

Berufbedingt musste ich mich heute leider mit dieser Frage beschäftigen. Die Antwort ist ziemlich einfach und unspektakulär. Der Normaluser hat keine Chance herrauszufinden, ob ein Dispute gesetzt ist oder nicht. Selbst die Denicmitglieder haben auf diese Information nur bedingt Zugriff. Den Eintrag sieht nämlich nur das Denicmitglied, dass die Domain aktuell betreut.

br.de darf morgen registriert werden

Es sind noch nicht alle kurzen .de Domains registriert worden. Für br.de gab es damals eine einstweilige Verfügung, die nun aufgehoben wurde. Die Denic gibt die Domain br.de deswegen morgen zur Registrierung frei. Auch diesmal gilt First Come First Serve. Allerdings gibt es für br.de ein spezielles Antragsformular das direkt an die Denic gefaxt werden muss.

Unter +49 69 24246982 kann jeder den Antrag einreichen. Stichzeitpunkt ist morgen 15:00 Uhr (MEZ). Gestestet werden darf schon 24 Stunden vorher. Und bitte jeder nur eine Seite faxen. =)

Brief der Vergabestelle von co.de Domains

Wer auch einen Brief bekommen hat, in dem eine Subdomain unter co.de für 99 Euro jährlich verkauft werden soll, der sollte das Schreiben einfach wegschmeißen und sich nicht ärgern. Wer keinen Brief bekommen hat, findet das Schreiben hier und spart sich das wegwerfen.

Wundert das jemanden?

Eigentlich war es ziemlich wahrscheinlich, dass jemand versucht mit co.de Geld zu verdienen. Auch die Art und Weise überascht mich ehrlich gesagt nicht. Bei ruhiger Betrachtung des Briefes ist es halt ein ziemlich teueres Angebot für eine Subdomain die keiner braucht. Deswegen gleich den Anwalt rausholen halte ich da für ziemlich übertrieben.

Strato wird magenta

Die Freenettochter und großer deutscher Webhoster Strato wird an die Telekom verkauft. Für insgesamt 275 Mio. Euro geht Strato damit günstiger weg als erwartet. Im September war noch von 300 Mio. die Rede. Aber wir haben ja immer noch Krise, also was solls.

kurze .de Domains sind weg

Wer jetzt noch eine kurze .de Domain haben will, kommt zu spät. Mehr als 25000 Mails sind bei Denic zum Start der neuen Domainregistrierung eingegangen und die begehrten ein und zweistelligen Buchstaben Domains sind an die neuen Besitzer gegangen. Einige haben sich sogar vorher mit einstweiligen Verfügungen Ihre Domain gesichert.

Jetzt kommen die Anwälte

Eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Jetzt werden die Anwälte losgelassen, um den vermeintlichen Markeninhabern doch noch zu ihrer Domain zu verhelfen. Es wird in den nächsten Tagen sicherlich noch mehr dazu auf Heise.de geben. Da können wir uns drauf verlassen.

Denic gibt Domains mit 1 und 2 Buchstaben frei

Ich hätte nie gedacht, dass das wirklich passiert, aber die Denic hat offiziell bekannt gegeben, dass die Registrierungsrichtlinien gelockert werden. Und weil man es offenbar auch noch eilig damit hat, erfolgt die Änderung schon zum 23. Oktober.

Die Änderung der Domainregistrierungsbedinungen im Einzelnen

* Neu: Auch ein- und zweistellige sowie reine Zifferndomains können jetzt registriert werden.
* Neu: Domains, die einem Kfz-Kennzeichen oder einer TLD entsprechen, werden frei gegeben.
* Erlaubte Zeichen für Domains sind die Ziffern 0 bis 9, Bindestriche, die lateinischen Buchstaben A bis Z und die weiteren Buchstaben aus der aktuell gültigen Anlage zu den Domainrichtlinien.
* Eine Domain darf mit einem Bindestrich weder beginnen, noch enden. Auch Bindestriche an dritter und vierter Stelle der Domain sind nicht zulässig.
* Die Mindestlänge einer Domain liegt bei 1 Zeichen – exklusive .de
* Die Maximallänge einer Domain beträgt 63 Zeichen (bezogen auf den Domain-ACE) – jeweils exklusive .de.

Für mich heißt das jetzt wahrscheinlich gleich ganz viel Arbeit in den nächsten Tagen. Es kann also sein, dass ich wieder weniger zum schreiben komme.

kleines Update:

Die ersten Domainwünsche sind bei mir schon eingegangen. War ja auch irgendwie klar. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass ich am 23. bei meinem Kollegen gespannt im Büro sitzen werde.

Domain Renewal Group und ISP Renewal auf Beutezug

Als Domaininhaber muss man überall aufpassen. Seit neuesten sind mal wieder zwei Haie der ganz besonderen Art Internet unterwegs. ISP Renewal und die Domain Renewal Group versuchen per Fax und E-Mail Domaininhaber zu ködern indem erklärt wird, dass die jeweilige Domain bald ausläuft und unbedingt verlängert werden muss. Dafür soll man natürlich ordentlich zahlen. Nämlich 59,95 EUR im Jahr bei ISP Renewal oder 28,- EUR bei der Domain Renewal Group.

Wer bezahlt ist selber schuld

Wer nach den Firmennamen bei Google sucht wird bereits auf der ersten Seite fündig. Die Überschriften sind wohl mehr als eindeutig. Wer sehen will wie so ein netter Brief ausschaut, findet hier ein schönes Exemplar. Irgendjemand muss auf diesen bescheuerten Trick aber reinfallen, sonst würde sich der Aufwand für die beiden Firmen wohl kaum lohnen.

Danke an Ulf für den Tipp.

Telekom liebäugelt mit dem Webhoster Strato

Die Freenet Tochter Strato steht zum Verkauf. Angeboten werden 1,3 Mio. Kunden mit ca. 4 Mio Webseiten. Das aktuelle Gebot liegt bei 300 Mio Euro. Sicherlich kein billiges Schnäppchen, aber 1 Euro pro Webseite wäre auch ein bisschen zu wenig.

Die Kunden freut es wenig

Die Kommentare der Strato und Telekomkunden zu diesem Thema sehen nicht so positiv aus, wie die Prognosen der Finanzjongleure. Diejenigen die von Telekom zu Strato und andersherum gewechselt sind müssen sich jetzt wieder noch einem neuen Hoster umsehen. Naja, noch ist Strato nicht verkauft und vielleicht heißt der zukünftige Besitzer auch gar nicht die Telekom. Also erstmal besser abwarten.

Bye Bye Domain Tasting

Domaintasting war eine willkommene Einladung, um massenhaft Domains für 5 Tage zu registrieren, die Namen zum Verkauf anzubieten und andere Seiten damit zu pushen. Dem wurde nun zum Glück endlich ein Ende gesetzt. Die eigentliche Idee, nämlich den Nutzer bei Tippfehlern im Domainnamen vor Kosten zu schützen, war ja auch ziemlich sinnfrei. Wer bitte vertippt, sich beim einem simplen Namen wie zum Beispiel provider-steorung.de?

Wie überträgt man eine com,net,org Domain zu einem anderen Provider

Wie man eine .de Domain von einem Provider zum anderen überträgt hatte ich ja bereits erklärt. Diese Woche sind die cnobi Domains dran. Die Abkürzung cnobi steht für .com, .net, .org, .biz, .info Domains.

Erstmal einen neuen Provider suchen

Wer einen guten Webhoster sucht, der sollte sich vorher genau informieren und lieber ein paar Euro mehr im Monat ausgeben. Für die hierbinich.com Homepage sind die Angebote der großen Webhoster sicherlich ausreichend. Wer es etwas spezieller braucht, der greift lieber auf einen kleineren Provider zurück. Die sind meist flexibler und bieten auch individuellen Support. Herr Schmitt von manitu.de zum Beispiel unterschreibt die Willkommensbriefe seiner Kunden übrigens noch persönlich. Das braucht man von Strato und Co. nicht erwarten.

Beim Webhosting Paket sollte man darauf achten, das auch eine cnobi Domain im Paketpreis enthalten ist. Die Einsteigerpakete bieten nämlich meist nur eine kostenfreie .de Domain an. Für eine zusätzliche cnobi Domain muss man sonst nochmal extra zahlen.

Backups sind lebenswichtig

Bevor man eine Domain umzieht, muss man sich umbedingt eine komplette Kopie der Webseite und falls vorhanden der Datenbanken anlegen. Nach dem Umzug kann es dafür nämlich schon zu spät sein. Bei vielen Webhostern kann man die Daten schon mal einspielen ohne das man die Domain dazu übertragen hat. Dann gibt es so gut wie keinen Ausfall der Seite.
Auch die E-Mails sollte man sichern. Wer zum Abrufen POP3 benutzt, sollte seine Mailboxen auf einen Freemailaccount umleiten und dann alle Mails aus dem alten POP3 Account herunterladen. Wer IMAP oder Webmail nutzt, sollte sich unbedingt eine Sicherheitskopie seiner Mailboxen anlegen und dann ebenfalls auf Freemailaccounts umleiten. Sind alle Daten gesichert kann der Umzug beginnen.

Die Formulare

Wie schon bei den .de Domains gibt es auch hier keine spezielle Schriftform, die unbedingt eingehalten werden muss. Es ist trotzdem sinnvoll die Vordrucke des neuen Providers zu verwenden, damit man nichts vergisst. Ohne Domainnamen auf dem Schreiben oder ohne Unterschrift war die ganze Mühe umsonst.

Der Authcode

Für jede cnobi Domain wird beim Registrieren ein Authcode erzeugt.

Der sieht z. B. so aus: rffg4d.-/df

Der neue Provider benötigt diesen Authcode, um den Transferantrag zu stellen. Deshalb sollte auf dem Formular für den alten Provider draufstehen, dass man den Authcode benötigt. Normalerweise wird dieser Authcode vom alten Anbieter per Mail an den Domaininhaber verschickt. Und zwar an die Kontaktmailadresse, die zur Domain im WHOIS hinterlegt ist.

WHOIS Daten abfragen

Wer wissen will, was aktuell für seine Domain eingetragen ist kann selbst nachschauen. Zuerst geht man auf die WHOIS Seite bei internic.net. Dort bekommt man die Info über wen die Domain registriert wurde. Das kann zum Beispiel so aussehen.

Whois Server: whois.psi-usa.info
Referral URL: http://www.psi-usa.info

Anschließend geht man auf die bei internic.net angezeigt Seite und sucht dort im WHOIS nach seiner Domain.
Im Feld [owner-c] email: steht die Kontaktmailadresse des Domaineigentümers. Dorthin wird der Authcode im Regelfall verschickt. Falls man diese Adresse nicht mehr abrufen kann, sollte man seinen alten Provider schriftlich auffordern, die Adresse zu ändern.

Der Registrar Lock

Anders als bei .de Domains kann eine cnobi Domain für den Transfer gesperrt werden. Das sieht man im WHOIS in der Zeile status: LOCK. In diesem Fall kann der neue Provider keinen Transferantrag stellen.
Die Formulare enthalten daher meist einen kleinen Passus der besagt: “Heben Sie bitte den Registrar Lock auf”. Falls man auf die Vordrucke verzichtet und das Kündigungsschreiben selbst aufsetzt, sollte man diesen Satz unbedingt mit einbauen.

Als Status können folgende Werte gesetzt sein, die über den WHOIS abrufbar sind:

    1. Active: Die Domain kann zu einem anderen Provider übertragen werden
      Lock: Die Domain ist für Transfers gesperrt.
      Hold: Die Domain wird von den Nameservern entfernt, kann aber noch übertragen werden
      Hold-Lock: Die Domain wird von den Nameservern entfernt und kann nicht übertragen werden
  • Bei Lock oder Hold-Lock muss der alte Provider auf jeden Fall den Status ändern, damit der Transfer möglich wird.

    Form Of Authorization

    Wurde der Lock aufgehoben und der Authcode an den neuen Provider übergeben, kann dieser den Transfer starten. Je nach Provider wird nun an Kontakmailadresse, die im WHOIS steht, die FOA Mail gesendet. FOA steht für Form Of Authorization. Die Mail enthält einen Link den man anklicken muss. Damit bestätigt man, dass der Transfer auch wirklich gewünscht ist. Daher ist es auch so wichtig, dass man die Kontaktmailadresse auch wirklich abrufen kann. Wie so eine Mail aussehen kann, sieht man z. B. bei der ICANN.

    Ack oder Nack

    Hat man die FOA Mail bestätigt, bekommt der alte Provider eine Benachrichtigung und muss nun ebenfalls dem Transfer der Domain zustimmen. Dazu erteilt er ein sogenanntes Ack. Allerdings hat er auch die Möglichkeit den Transfer abzulehnen. In diesem Fall wird der Transfer mit Nack beantwortet. Da aber hier bereits der Lock aufgehoben wurde und der Authcode an den Domaininhaber verschickt worden ist, sind Nacks sehr selten. Falls doch, muss man sich mit seinem alten Provider in Verbindung setzen und klären warum nicht zugestimmt wurde.

    Beim neuen Provider und nun?

    Nach dem Ack des alten Providers zieht die Domain sofort um und es wird wieder der Lock für die Domain gesetzt. Zusätzlich tritt direkt nach dem Domaintransfer eine 60 Tage Umzugssperre in Kraft. In dieser Zeit kann man nicht erneut den Provider wechseln. Man kann lediglich zum alten Provider zurück, falls alle Beteiligten (neuer, alter Provider und Domaininhaber) dem zustimmen. Die Umzugssperre wird übrigens auch nach der ersten Registrierung der Domain gesetzt. Damit soll verhindert werden, dass die Leute ständig mit ihren Domains umziehen. Man sollte sich seinen Webhoster also vorher ganz genau anschauen, sonst hängt man mit der Domain fest und kann nichts machen außer abwarten.

    Hat alles geklappt, sollte man jetzt so schnell wie möglich die Webseite zum laufen bekommen und alle Mailaccounts wieder einrichten. Das war es dann aber auch schon.

    Wie transferiert man eine .de Domain zu einem anderen Provider

    Viele Internet- und Telefonprovider bieten inzwischen zusätzlich zum Anschluss auch kleine Webhosting Pakete mit eigener Domain an. Auf den ersten Blick sieht das vielleicht ganz interessant aus. Wer aber mehr aus seiner Seite machen will und z. B. ein eigenes WordPress Blog oder eine Forum aufsetzen will, der stößt schnell an die Grenzen dieser halbfertigen Zusatzleistungen.

    Ein paar Beispiele:

    Kabel Deutschland bietet mit dem Paket Comfort gleichzeitg auf Wunsch das Kabel Homepage “Start” Paket inklusive .de-Domain die ersten 12 Monate gratis an. (Kleiner Haken: es wird ein Einrichtungspreis von 9,90 Euro verlangt) Im Paket enthalten sind laut Leistungsbeschreibung 100 MB Webspace und 100 POP3 Postfächer. Ob PHP und MySQL unterstützt werden, konnte mit die Hotline auf Anfrage nicht mitteilen. Dort kannt man nichtmal das Start Paket, was darauf schließen lässt, das sich nur wenige darauf einlassen.

    Auch bei Alice gibt es ab dem Anschluss Alice Comfort die Möglichkeit eine eigene Domain zu nutzen. Eine Einrichtungsgebühr wie bei Kabel Deutschland gibt es nicht. Auch das Leistungsspektrum sieht etwas besser aus. Es gibt 10 IMAP/POP3 Postfächer je 1 GB und 1 GB Webspace. Außerdem läuft zumindest PHP4/5. Allerdings wird man auch hier schnell die für WordPress oder ähnliche Anwendungen notwendige Datenbankanbindung vermissen. Die gibt es selbst im wesentlich teuereren Alice Comfort Office Tarif nicht.

    Wer mehr will, muss umziehen

    Glücklicherweise kann man .de Domains unabhängig vom Telefonvertrag jederzeit zu einen anderen Provider übertragen. Hier gilt keine Mindestvertragslaufzeit. Allerdings sollte man in der Kündigung explizit darauf hinweisen, dass nur die Domain wechseln soll und der restliche Vertrag bestehen bleibt. Sonst könnte es anschließend böse Überraschungen geben. Für die Übertragung einer .de Domain stehen 2 Möglichkeiten zur Auswahl.

    Der alte CHProv ohne AuthInfo

    Das herkömmliche Verfahren ist eigentlich ganz einfach. Zuerst sucht man sich einen neuen Provider zu dem man seine .de Domain umziehen will. In der Regel kann man dort den Domainumzug online beantragen. Die meisten Provider schicken anschließend den Providerwechselauftrag per Post oder Mail zu. Auf dem muss der Eigentümer der Domain oder der Admin-C bestätigen, dass die Domain umziehen soll. Wer aktuell als Owner oder Admin-C für eine .de Domain eingetragen ist, kann man ganz leicht im WHOIS bei der DENIC sehen. In der Regel schickt man anschließend eine Kopie des Auftrags jeweils an den neuen und den bisherigen Provider.

    Der neue Provider muss jetzt bei DENIC den CHPROV Antrag stellen. Das geschieht online über ein spezielles Registrierungssystem. Daraufhin wird der bisherige Provider benachrichtigt, dass die Domain umziehen soll und zu wem. Jetzt muss der bisherige Provider prüfen, ob für die Domain ein gültiger Umzugsauftrag (den wir vorher per Fax oder Post geschickt haben) vorliegt. Falls ja, gibt er die Zustimmung zum Tranfsfer (ACK) oder er lehnt ab (NACK). Das geschieht ebenfalls über das Registrierungssystem der DENIC. Nach einem ACK wechselt die Domain sofort in den Verantwortungsbereich des neuen Providers. Der bisherige Provider hat für die Bearbeitung allerdings insgesamt 5 Werktage Zeit. Nach 3 Tagen erfolgt zur Sicherheit nochmal ein automatischer Reminder. Hat sich 5 Tage nachdem nachdem man den Antrag zum Providerwechsel an beide Provider gefaxt hat also noch nichts getan, sollte man unbedingt nachfragen wo das Problem liegt.
    Bis Dezember 2008 gab es noch die Möglichkeit für den alten Provider per LateAck dem Transfer zuzustimmen, ob bereits per NACK abgelehnt wurde. Mit der Einführung des neuen Verfahrens wurde diese Möglichkeit allerdings abgeschafft.

    Der neue CHProv mit AuthInfo

    Die DENIC hat erkannt, das es mit dem alten Verfahren für den Domaininhaber ziemlich ungemütlich werden kann, falls der alte Provider nicht mitspielt oder zum Beispiel insolvent ist. Daher gibt es jetzt die Möglichkeit für eine .de Domain einen Authinfo Code zu hinterlegen und den alten Provider beim Transfer sogar ganz außen vor zu lassen.

    Beim neuen Verfahren beauftragt der Domaininhaber oder Admin-C den bisherigen Provider mit der Hinterlegung eines Authinfo Codes. Diesen Code gibt man dem neuen Provider, der damit den Transfer durchführen kann. Die Domain wechselt anschließend ohne das der bisherige Provider zustimmen muss.
    Alternativ gibt es noch die Möglichkeit den neuen Provider mit der Generierung des Authinfo 2 Codes zu beauftragen. Dieser wird danach wiederum die DENIC anweisen den Authinfo2 zu erzeugen und dem Domaininhaber per Post zu senden. Anschließend gibt der Domaininhaber den Authinfo2 Code an den neuen Provider, der damit wiederum die Domain übertragen kann, ohne das der alte Provider zustimmen muss (oder ablehnen könnte). Aber Vorsicht, obwohl der Transfer bei den meinsten Anbietern kostenlos ist, kann die Erzeugung des Authinfo 2 Geld kosten, da die DENIC ihren Mitglieder dieses Verfahren berechnet. Man sollte die Authinfo2 Variante also nur benutzen, falls der alte Provider definitiv nicht reagiert.

    Was muss auf der Domainkündigung stehen und wo schickt man sie hin

    Für den Umzugsantrag (meist auch KK-Antrag genannt) gibt es keine festgelegte Form. In der Regel akzeptieren alle Provider auch eine schriftlich formlose Kündigung.

    Kurzes Beispiel:

    Sehr geehrter Damen und Herren,

    hiermit bestätige ich, Inhaber und Bevollmächtigter der Domain bliblablub.de zu sein. Mit dem Umzug der Domain zum Provider XYZ Super Webhosting Inc. bin ich einverstanden. Bitte stimmen Sie dem kommenden Antrag auf Providerwechsel zu.

    Unterschrift

    Es ist allerdings ratsam, falls vorhanden, den Vordruck vom neuen Provider zu nutzen. Interessanter Weise gibt es immer wieder Leute, die den Transferantrag vom alten Provider haben wollen. Das wäre keine gute Idee, da die Standardtexte auf dem meisten Vordrucken nicht so allgemein sind.

    Falls noch Fragen zu dem Thema offen sind, könnt ihr gern einen Kommentar hinterlassen. Ich werde versuchen alle Fragen so schnell wie möglich zu beantworten. Für nächste Woche ist noch ein Artikel zum Thema Umzug von internationalen Domain (.com, .net, .org, etc.) geplant.