Kategorienarchiv: Arcor

Zensurverträge unterzeichnet - China rückt näher

5 große deutsche Provider haben heute den Zensurvertrag unterzeichnet, mit dem Zensursula Kinderpornographie im Internet ausblenden will. Ganz vorne natürlich die Telekom, die seit neuesten auch bei DNS Anfragen auf nicht existierende URLs eine “Hilfeseite” einblendet. Daran wird die Telekom sich nicht schlecht verdienen. Wer nämlich darüber sucht, bekommt erstmal eine Menge Werbung angezeigt.

Als nächster großer Provider hat auch Vodafone/Arcor den Zensurvertrag unterschrieben. Eigentlich nichts unerwartetes. Arcor hat ja bereits in der Vergangenheit gezeigt, das man gerne mal wirkungslose Sperren einrichtet.

Hansenet/Alice und Telefonica/O2, die sich aller Wahrscheinlichkeit bald zusammenschließen sind unserer Familienministerin ebenfalls ins Netz gegangen. Der einzige Kabelnetzbetreiber, der sich auch nicht für ein freies Internet einsetzen möchte, ist Kabel Deutschland. Wer sich näher für den Kundenservice bei Kabel Deutschland interessiert, der sollte sich mal die Geschichten beim Oberlehrer ganz genau anschauen. Der hat nämlich dank Kabel Deutschland inzwischen einige unfreiwillige Erfahrungen mit UMTS sammeln dürfen.

Provider die nicht zensieren, freuen sich über Kundenansturm

Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer. Einer der Gewinner dieser Wahlkampfaktion ist der kleine Provider Manitu, der eine Zensierung der Internetzugänge kategorisch abgelehnt hat. Im Übrigen weigert sich Manitu auch die Einwahldaten der Kunden zwecks Vorratsdatenspeicherung zu protokollieren.
Das hat, wie der Chef persönlich bloggt, einen wahren Kundenansturm ausgelöst.

Die sinnlose Sperre ist ganz leicht zu umgehen

Wie schon damals als Arcor wegen einer einstweiligen Verfügung youporn.com gesperrt hatte, ist das Problem auch diesmal sehr leicht vom Tisch. Netter Weise gibt es eine Vielzahl an DNS Servern in Deutschland, die nicht auf die BKA Sperrseite umleiten. Einen davon fest im Router oder im PC einzutragen ist ein Aufwand von wenigen Klicks. Wer also nicht gleich seinen Provider wechseln will, weil ihm die Zensur oder die Zwangswerbung beim falschen URLs auf die Nerven geht, der kann sich ganz leicht selbst helfen.

Arcor Kunden mit Youtube Problemen

Arcor ist ja bekanntermaßen immer mal für eine kleine Sperrung Störung zu haben. Aktuell gibt es laut Userberichten in ganz Deutschland Probleme auf Youtube Videos zu schauen. Von Ladenzeiten jenseits der 40 Minuten wird berichtet.

Was hinter den Youtube-Problemen steckt, von denen zurzeit offenbar sehr viele Arcorkunden betroffen sind, versucht freshzweinull.de zu ermitteln. Leider ist der Arcor Pressesprecher Jens Wagner dabei bis jetzt nicht sehr hilfreich gewesen. Zunächst hieß es, das es wegen Wartungsarbeiten zu Engpässen kommen kann. Dann soll auf einmal Youtube selbst an dem Problem Schuld sein. Ich bin gespannt was noch alles kommt.

Alice ist befriedigend

Die Stiftungwarentest hat wieder einmal die großen deutschen Internetprovider unter die fachmännische Lupe genommen und damit das festgestellt, was eigentlich schon alle wissen. Der Service ist Murks und für den Durchschnittssurfer nicht ausreichend. Dabei kann man allerdings schon eine gewisse Leistungssteigerung bei einigen Anbieter erkennen. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich z. B. T-Home (vormals T-Online) von 2,6 auf 2,0 hochgearbeitet und bekommt damit als erster Provider die Note gut. Auch Alice hat sich von 3,9 auf 3,1 gebessert, bleibt damit allerdings immer noch nur befriedigend. Wobei das für Alice sicherlich kein schlechtes Urteil ist. :) Das Schlusslicht macht Freenet mit einer glatten 4,0. Hier ist zum Vorjahr keine Besserung zu sehen.

Nicht die volle Geschwindigkeit und schlechter Service führt zu Abwertung

Wer heute 16 Mbit/s bestellt, bekommt nicht immer die volle Geschwindigkeit. DSL gibt das nun mal nicht für alle her. Von 30 Testhaushalten kamen nur ca. 10 auf die versprochene Geschwindigkeit. Das führt beim Verbraucher nun mal zu Unverständnis und ist ein Dauerdiskussionsthema. Ergänzend zum fehlenden Speed kommt bei den Providern auch noch der kaum vorhandenen Service. Als ob das Thema Internet und Telefon nicht schon kompliziert genug wäre, bekommt man bei den meisten weder telefonisch noch per E-Mail eine zufriedenstellende Antwort. In froher Erwartung der Testergebnisse für nächstes Jahr hier noch ein kleiner Beitrag zum Thema Stiftung Warentest von Rainald Grebe.

Flatrates die keine sind

Nun darf sich auch Arcor in die lange Reihe derer einreihen, die Flatrates anbieten und hinterher ihre Kunden bei übermäßiger Nutzung wieder kündigen. In der Faz steht eine nette Geschichte von einem Ehepaar, das auf die Werbeversprechen reingefallen ist. Vielleicht sollte man die Werbung mal ein bisschen anpassen.

Arcor noFlat

Der übliche Vorwurf, den Provider bei tatsächlicher Nutzung ihrer Flatrates vorbringen, ist die angeblich gewerbliche Nutzung durch den Kunden. Unser Ehepaar bei Arcor gehört offenbar zu den typisch polnischen Familien, die in Deutschland leben. Die Ehefrau hatte ca. 1,5 Stunden täglich ihre Familie in Polen angerufen. Für Arcor ist das bereits eine gewerbliche Nutzung. Außerdem Grund genug dem Kunden einen Brief zu schicken und ihn zum Tarifwechsel oder Reduzierung der Flatratenutzung aufzufordern. Zum Glück sieht das die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen etwas anders und wird jetzt Klage gegen Arcor erheben. Vielleicht werden die Anbieter dann endlich mal dazu verdonnert, die genauen Nutzungsbedingungen für ihre sogenannten Flatrates zu veröffentlichen.

1und1 darf Arcor Technik nutzen

In der Fachpresse konnte man heute ein paar interessante Überschriften lesen. So schreibt Golem zum Beispiel:

1&1 verkauft künftig auch DSL-Anschlüsse von Arcor

Auch das DSL-Magazin titelt groß:

1&1 vertreibt nun DSL-Anschlüsse von Arcor

Bei Teltarif wird man mit der Überschrift schon etwas genauer:

1&1 verkauft DSL-Anschlüsse von Arcor unter eigener Marke

Das Zauberwort heißt Wholesale

Falsch ist, dass 1und1 jetzt Arcor Anschlüsse verkauft. Das wird definitiv nicht passieren. Richtig ist, dass Arcor sein Wholesalegeschäft ausbauen konnte und 1und1 als Vertragspartner gewonnen hat. Damit hat Arcor nach Vodafone einen weiteren großen Kunden hinzugewonnen. Schaut man bei Wikipedia nach Wholesale findet man dort folgende Erklärung:

Großhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), vom Hersteller oder anderen Lieferanten beschaffen und an Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter, gewerbliche Verwender (z. B. Behörden, Bildungsstätten) oder an sonstige Institutionen (z. B. Kantinen, Vereine), soweit es sich nicht um private Haushalte handelt, absetzen.

Gemeint ist hier das Arcor für 1und1 die Technik zur Verfügung stellt, über die 1und1 Kunden surfen und telefonieren können. Die letzte Meile wird zum Beispiel weiterhin bei der Telekom angemietet. Die Leitung wird dann auf einen Arcor-Port gelegt und der Traffic wird von dort an 1und1 übergeben.

Bin ich dann bei Arcor, falls ich bei 1und1 einen Vertrag abschließe?

Wer sich für 1und1 entscheidet, geht deswegen mit Arcor keine Vertragsbindung ein. Die meisten merken wahrscheinlich gar nicht, dass sie über die Technik von Arcor im Netz sind. Wer aber von Arcor weg will, weil es Probleme mit dem Anschluss gab und sich für 1und1 entscheidet, der sollte vielleicht noch einmal seine Entscheidung überdenken. Die Chancen stehen nämlich gut, dass man die selben Probleme weiterhin hat, weil sich an der Technik im Hintergrund nicht viel ändert.

Arcor: VDSL Tests auf dem Land

Gerade zur CeBIT gibt man ja gerne Prestige Projekte bekannt. So auch dieses Jahr. Diesmal sollen zwei Gemeinden (deren Namen noch nicht genannt wurden) in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit VDSL versorgt werden. Arcor Chef Harald Stöber teilte in einer Pressekonferenz auf der CeBIT mit, dass beide Gemeinden bis Mitte des Jahres mit den schnellen Internetzugängen über VDSL versorgt werden.

“Wir wollen zeigen, dass schnelles Internet auf Basis der VDSL-Technologie auch auf dem Land realisierbar ist”

Erstmal testen, ob es geht und was es kostet

Das große Problem bei kleinen Orten, sind die geringen Einwohnerzahlen und die hohen Erschließungskosten. Daher machen die meisten Anbieter bis jetzt einen großen Bogen um die kleinen Dörfer. Auch die Telekom hat meist kein Einsehen, mit den vom Breitbandinternet abgeschnittenen Landbewohnern. Schließlich besteht die Gefahr, dass die meisten nach der Erschließung zur billigen Konkurrenz wechseln und die Telekom auf den hohen Erschließungskosten sitzen bleibt.

Außerdem sind da noch die hohen Kosten für Kabel und Leerrohre. Während in der Stadt die bereits verlegten Kupferkabel genutzt werden können oder nur kurze Strecken mit Glasfaser erschlossen werden, müssen auf dem Land kilometerlange Gräben gezogen werden.

Pilotprojekt soll die Machbarkeit beweisen

Bis jetzt ist die Erschließung von Dörfern mit VDSL noch weitestgehend Neuland. Das gerade Arcor hier durchstarten will, lässt hoffen, dass auch andere nachziehen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Kosten für das Projekt niedrig ausfallen und der Aufwand sich in Grenzen hält.

Alice und Arcor gegen die Telekom und den Rest

HVT

Köln (ots) - 27. Januar 2008 - Arcor, Deutschlands zweitgrößter Festnetz-Betreiber für Internet und Telefonie, will sich erstmals mit einem Konkurrenten verbünden, um die Deutsche Telekom gemeinsam zu bekämpfen. Nach Informationen der Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins ‘Capital’ will Arcor in großen Teilen des Bundesgebiets künftig DSL-Anschlüsse für Hansenet schalten, die DSL-Verträge unter der Marke Alice verkauft. Mit den Vorgängen vertraute Personen berichteten ‘Capital’, dass Verhandlungen zu diesem Thema bereits weit fortgeschritten sind. Leidtragender des neuen Bündnisses wäre zuerst die Telekom, die Alice bisher DSL-Anschlüsse zum Weiterverkauf in den Regionen anbietet, in denen Hansenet noch kein eigenes Netz hat. Aber auch weitere DSL-Anbieter wie United Internet und Freenet kämen durch die Kooperation von Arcor und Hansenet unter Druck.

Originaltext: Capital, G+J Wirtschaftspresse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8185
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8185.rss2

Pressekontakt:
Reinhard Kowalewsky, Redaktion ‘Capital’, Tel 0221/4908-219, Mobil
0177/790 82 19, E-Mail: kowalewsky.reinhard@capital.de

Arcor will den Service verbessern und IPTV ausbauen

Derzeit hört man große Ankündigungen aus Eschborn. Arcor hat offenbar die DSL-Anfänger für sich entdeckt. Nachdem bereits Ende Dezember verkündet wurde, dass es einen kostenlosen Installationstechniker für die Einrichtung der DSL Hardware gibt, kommen jetzt noch einige interessante Neuigkeiten zur sprechenden Arcor Easybox dazu.

WLAN Einrichtung per WPS
Wer schon mal ein WLAN einrichten musste, der weiß das es hin und wieder kleine Probleme geben kann. Gerade für den Durchschnittssurfer, der keine Ahnung von WLAN Verschlüsselung hat, ist bereits die Konfiguration der eigenen Sicherheit eine zu große Hürde. Egal wie oft auf die notwendige WPA/WPA2 Verschlüsselung hingewiesen wird, es finden sich immer noch jede Menge unbeabsichtigt offen gelassener WLAN Netze.

Doch das muss nicht sein, denn es gibt ja WPS (Wi-Fi Protected Setup) und die WLAN Installation per Knopfdruck. Genau genommen gibt es mehrere Möglichkeiten ein WLAN über WPS einzurichten. Die Push Button Configuration ist nur eine davon. Aber das reicht ja schon aus, um die WLAN Welt etwas sicherer zu machen und den geplagten User zu entlasten. All das soll die Easybox von Arcor können.

Arcorlinux zum surfen
Auch nicht schlecht könnte sich die Idee von Arcor rausstellen, den Kunden eine CD mit einer bootfähigen Linuxdistro zur Verfügung zu stellen. Nicht nur das man damit ohne Angst vor Viren und Trojaner surfen kann. Die User, die ihre richtiges Betriebssystem mit dem neusten Wurmupdate versehen haben, kommen so zumindest wieder online und können sich nach Hilfe umsehen.

Noch mehr IPTV
Obwohl das neue Fernsehen per Internet vielerorts noch belächelt wird und nur eine geringe Verbreitung gefunden hat, soll bei Arcor fleißig ausgebaut werden. In 10 neuen Städten soll der Fernsehanschluss bis April 2008 bestellbar sein. Laut teltarif.de handelt sich sich um folgende Städte:

Bielefeld, Bremen, Gelsenkirchen, Hagen, Hilden, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim, Neuss und Oberhausen

Außerdem soll die Timeshiftfunktion, die bis jetzt nur bei 2 Sendern funktioniert, auf weitere Sender ausgeweitet werden. Allerdings werden die großen FreeTV Sender wie PRO7, Sat1, etc. weiterhin nicht dabei sein, da es hier wohl rechtliche Probleme gibt.

Arcors Internet by Call Flatrate ist wieder buchbar

Das neue Jahr fängt ja gut an. Die erste Störung hat Arcor mit der Internet by Call Flatrate. Laut teltarif.de gab es Bestellschwierigkeiten aufgrund eines Serverfehlers.

Jeden Monat neu anmelden
Um die By Call Flat nutzen zu können, müssen die User sich jeden Monat neu anmelden. Arcor stellt damit sicher, dass Vielnutzer die zuviel Traffic produzieren keine langen Vertragslaufzeiten eingehen können. Diesmal bekamen die User allerdings statt der Anmeldeseite eine Fehlermeldung anzeigt mit dem Hinweis, dass die Flatrate nicht buchbar wäre.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt
Inzwischen kann die Flatrate für 19,95 Euro wieder gebucht werden.

Quelle: teltarif.de

Arcor-Aktion: Installationstechniker kostenlos

Als ich heute bei dsltarife.net gelesen habe, das Arcor jetzt sogar schon kostenlose Techniker zur Installation der DSL-Hardware rausschickt, hat es mir fast die Sprache verschlagen. Ist das wirklich so kompliziert, die 3 Kabel eines DSL Modems mit den richtigen Geräten zu verbinden und in einer Breitbandverbindung die Zugangsdaten einzutragen? Offenbar schon, sonst würde Arcor nicht versuchen mit dieser Aktion neue Kunden zu ködern.

So sieht’s in Wirklichkeit aus
Bevor sich jetzt der ein oder andere freut, endlich doch bequem, schnell und vor allem ohne große Probleme den Anbieter zu wechseln, sollten wir erst einen kurzen Blick auf Fußnote 6 der Arcor Bestellseite werfen. Dort steht ganz unten:

(6) Arcor-Installationsgarantie: Einfache Installation dank Arcor-Easy Box! Probleme, die sich nicht telefonisch lösen lassen (Anruf gebührenfrei), behebt ein Service-Techniker kostenlos und persönlich bei Ihnen vor Ort!

Heißt einfach ausgedrückt, die Hardware kommt per Post, anschließen muss man alles selbst während die Easy Box der Reihe nach erzählt was man zu tun hat und nur falls es dann nicht funktioniert darf man ein kostenlose Nummer anrufen. Dann muss man sich mit jemanden unterhalten der per Ferndiagnose den Verkabelungsfehler finden und behoben soll und nur falls man diese Person in den totalen Wahnsinn getrieben hat, kommt irgendwann ein Techniker und schließt die 3 Kabel in unter 2 Minuten richtig an.

Letztendlich kommt es doch wieder auf den Kunden an und nur falls dieser absolut hilflos dasitzt und nicht weiter weiß, wird das mobile Technikeinsatzkommando losgeschickt. Arcor übt sich hier sicher schon mal mit einem Schritt in die richtige Richtung und andere Anbieter täten gut daran diesem Beispiel zu folgen. Im Servicehimmel angekommen sind wir deswegen aber noch lange nicht.

Huch: Doch keine Google Sperre bei Arcor

Die Zensurwelle, die in letzter Zeit über uns geschwappt ist, baut sich nach und nach ab. Offenbar kommen immer mehr Richter auf die Idee, dass Provider nicht für die Inhalte im Internet verantwortlich sind. So hat heute die 3. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main die Ablehnung der einstweilige Verfügung gegen Arcor bekannt gegeben.

Geklagt hatte die Huch Medien GmbH. Gefordert wurde die Sperre der Seiten google.de und google.com durch Arcor mit der Begründung, dass über Googlesuche pornografische sowie tierpornografische Inhalte zu erreichen wären. Stimmt auch grundsätzlich. Man muss aber schon wissen wie.

Abgelehnt
Wie schon bei Kielnet gegen Kirchberg Logistik oder Tele2 gegen Kirchberg Logistik war die Begründung sehr einfach und logisch. Arcor bietet selbst nichts Illegales an, sondern lediglich den Zugang zum Internet. Die Inhalte die man über die Gogglesuche aufgerufen kann, werden nicht von Arcor angeboten. Damit ist dieses Thema zunächst geklärt.

Huch, sind Goggle und Arcor wirklich so böse?

Deutsche Gerichte haben es diese Tage wirklich nicht leicht. Jeder klagt gegen jeden, wegen allerlei Unsinn und meist aus finanziellen Interesse. Nachdem Arcor bereits dazu verdonnert wurde youporn zu sperren und Kielnet dagegen die selbe Seite nicht sperren muss, haben sich die Anbieter von Anzüglichen und nicht jugendfreien Inhalten offenbar Arcor als geeignetes Opfer ausgesucht.

Diesmal soll Google gesperrt werden
Mal unter uns. Ganz ernst gemeint kann die Klage nicht sein. Nachdem die Kirchberg Logistik eine einstweilige Verfügung gegen Arcor erwirkt hat, kommt jetzt Huch Medien daher und verlangt von Arcor das google.de und google.com gesperrt werden müssen.
Nachdem Arcor, meiner Meinung nach zu Recht, dieser Anfrage nicht nachgekommen ist, geht es nun vor Gericht. Dabei räumt sich Huch Medien offenbar gut Chance ein, falls das Gericht die selben Maßstäbe wie bei youporn anlegt.

Gibt es überhaupt Pornos bei Google?
Wer schon mal die Bildersuche von Google bemüht hat, der weiß das man sich wirklich anstrengen muss, um ein paar Nackte Brüste zu sehen. Per Default wird alles nicht jugendfreie ausgeblendet. Diesen Jugendschutz kann man aber ohne weiteres aushebeln. Dazu genügt es in die URL die Option safe=off einzufügen. Das sieht dann zum Beispiel so aus.

http://images.google.com/images?q=porn&safe=off

Und schon kann der geneigte Besucher sich an der totalen Nacktheit im Internet erfreuen. Ist Google deswegen Böse? Ich denke nicht, denn genau wie Arcor ist Google nicht der Anbieter des Inhaltes. Aber um zu verstehen, wie deutsche Gerichte die Lage sehen, muss mal wohl Jura studieren und dicke Gesetzbücher wälzen. Fest steht aber, dass falls Huch Medien mit der Klage Erfolg hat, auch andere auf den Zug aufspringen werden. Und was uns dann blüht kann sich wohl jeder selbst ausmalen.

Kein Anschluss mehr in diesem Monat

Der schwarze Peter wird gern hin- und hergeschoben, wenn es um die Bereitstellung von Telefonanschlüssen geht. Im Zweifelsfall sind immer die Anderen schuld. Der Leidtragende bleibt aber grundsätzlich der Verbraucher. Der wartet wochenlang auf die Umstellungen seines Anschlusses. Nachdem sich bereits der BREKO-Präsident Peer Knauer über die angebliche Verzögerungstaktik der Telekom beschwert hat, melden sich nun der Arcor Geschäftsführer Harald Stöber, der Alice-Chef Harald Rösch und der QSC-Chef Bernd Schlobohm zu Wort.

Die Vorwürfe im Einzelnen:

Statt der vereinbarten 7 Tage braucht die Telekom bis zu 3 Monate, um eine Telefonleitung für den Mitbewerber bereitzustellen.

Diesen Vorwurf weist die Telekom zurück. Angeblich würde man sich immer an die Frist halten. Komisch nur das sich alle Mitwerber, die Leitungen anmieten, über dieses Problem beschweren und alle die selben Zahlen nennen. Harald Rösch, der Geschäftsführer von Alice, fügte außerdem hinzu das es gerade in Berlin zu Engpässen kommt.

Die Telekom schickt Techniker zum Endkunden, obwohl dieser gar nicht notwendig ist.

Dagegen argumentiert man in Bonn, dass die Techniker für DSL Anschlüsse gebraucht werden. Wie man zu dieser Logik kommt ist allerdings nicht nachvollziehbar, da inzwischen so gut wie jeder Anschluss auch DSL beinhaltet. Demnach müsste also fast immer ein Techniker der Telekom zum Kunden fahren, um den Anschluss zu schalten.

Der absolute Klassiker darf natürlich nicht fehlen. Die Telekom schickt zur Bereitstellung einen Techniker zum Kunden, dieser taucht aber nicht auf oder wirft eine Benachrichtungskarte in den Briefkasten, weil er den Kunden angeblich nicht angetroffen hat.

Auch darauf hat die Telekom eine Antwort. Es handelt sich um Einzelfälle. Komisch nur das es sich offenbar um sehr viele Einzelfälle dreht. Das Internet ist voll von Kommentaren zu diesem Thema. Allein in den einschlägigen Foren findet man immer wieder Betroffene die meist mehrfach von Technischen Kundendienst der Telekom versetzt worden sind. Wer bereits mehrere Tage Urlaub dadurch in den Wind geblasen hat, der weiß wie ärgerlich so etwas sein kann.

Quelle: Financial Time Deutschland und Golem.de

Arcor legt Widerspruch gegen youporn Verfügung ein

youporn

Offenbar hat man sich bei Arcor ein Herz gefasst und will nun endlich gegen die leidige youporn Sperre vorgehen. Laut einem Bericht auf heise.de hat ein Arcor Sprecher offiziell erklärt, dass man Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung eingelegt hat, die Arcor verpflichtet die Seite youporn.com zu sperren. Angespornt von den bisherigen Erfolgen von Kielnet und Tele2 geht es nun also auch endlich bei Arcor weiter.

Die Sperre ist ohnehin sinnlos
Arcor selbst sagt, dass die Sperre “technisch wenig sinnvoll” ist. Und damit haben sie auch Recht. Mit ein paar Klicks ist die Sperre über die Arcor DNS Server umgangen. Wer dazu eine Anleitung braucht, schaut am besten in meinen alten Artikel youporn Sperre bei Arcor umgehen.

Arcor reißt die Straßen auf

Baggerarbeiten

Irgendwie will jetzt jeder Anbieter mit VDSL oder dem eigenen Glasfasernetz glänzen. Nach M-Net und Alice kommt nun auch Arcor zu dem Schluss, dass die Kunden noch mehr Bandbreite brauchen und daher ein VDSL-Netz her muss.

Auf Golem.de wird der Arcor Chef mit den Worten zitiert: “Wir müssen mit der Telekom jetzt schnell zu einer praktikablen Lösung kommen. Wenn wir hier zu viel Zeit verlieren, überlassen wir neue Services anderen Anbietern”

Noch mehr Baustellen
Sollte es am Ende dazu kommen, dass jeder Anbieter für sich ausbaut, dann werden wir bald eine Menge Baustellen am Straßenrand haben. Denn jeder reißt die Straße auf, um seine Kabel zu verlegen. Nur falls die Telekom kooperiert und den Mitbewerbern erlaubt, die bereits vorhandenen Leerrohre zu benutzen, wird sich der Bauwahn in Grenzen halten.

Zu lange Wartezeit bei Wechsel zu Fremdanbietern

Wer jetzt mit seinem Telefonanschluss nicht zur Telekom sondern zu einem freien Anbieter wechseln will, der muss unter Umständen längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Normalerweise dauert es 2 Wochen bis der Anschluss geschaltet wird. Davon hat die Telekom 7 Tage, um den Antrag des jeweiligen Anbieters zu bearbeiten und die notwendige TAL (Teilnehmeranschlussleitung) bereitzustellen.
Leider kommt es in letzter Zeit immer häufiger vor, dass die Bearbeitung seitens Telekom länger dauert und der potenzielle Kunde 3 Wochen und länger auf seinen Anschluss warten muss.
Der BREKO-Präsident Peer Knauer hat daher einen Brief an die Bundesnetzagentur geschickt und seinem Unmut Luft gemacht. Aber immer der Reihe nach.

Techniker auch am Samstag
Mit der Serviceoffensive will die Telekom bei ihren Kunden punkten und bietet unter anderem auch den Installationsservice am Samstag an. Für die Mitbewerber gelten aber weiterhin die Umschaltzeitfenster von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr. Gerade für Berufstätige ein kaum zu realisierender Termin. Die Mitbewerber der Telekom sehen sich hier gegenüber dem Ex-Monopolisten stark im Nachteil. Das ist durchaus verständlich. Wer schon mehrmals auf den Techniker der Telekom warten musste, weiß das so etwas durchaus nervenaufreibend sein kann. Nicht jeder kann sich außerdem für die Umstellung extra einen Urlaubstag nehmen.

Mehr Service mit weniger Personal?
Es werden immer mehr Stellen bei der Telekom eingespart. Vor allen in wichtigen Bereichen, wie dem Kundenservice, macht sich das schnell bemerkbar. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Mitbewerber unter den Einsparungen leiden.
Die Telekom will aber von all dem nichts wissen. Laut teltarif.de wies ein Telekomsprecher die Vorwürfe von BREKO zurück. So würde man weder eigene noch Fremdkunden diskriminieren. Die Kapazitätsengpässe können schließlich auch die eigenen Kunden treffen.

Irgendwie ist es aber nicht wirklich beruhigt zu wissen, dass jeder von den Telekomproblemen betroffen sein könnte.

Anrufverbot für Arcor

Hocherfreut war ich, als vor kurzem bei Onlinekosten.de über ein Verbot für Werbeanrufe berichtet wurde. Nachdem Tele2 über die Strenge geschlagen war und vor Gericht eine Niederlage einstecken musste, ist jetzt Arcor dran.

Call-by-Call Nutzung ist keine Geschäftsbeziehung
Der Auslöser für das Verfahren vor dem Landgericht Frankfurt am Main waren Werbeanrufe von Arcor bei Kunden die über die Arcor Call-by-Call Nummer Gespräche geführt hatten. Vor Gericht hatte Arcor natürlich versucht die Call-by-Call Nutzung als Geschäftsbeziehung geltend zu machen. Der Richter sah das aber zum Glück ganz anders.

Keine “Du kommst aus dem Gefängnis frei Karte”
Beim nächsten Mal wird es Ernst. Sollte Arcor zum Wiederholungstäter werden drohen 250.000 Euro Strafe. Dies hatte Tele2 bis jetzt aber leider auch nicht abgehalten. Alternativ kann aber auch Ordnungshaft angeordnet werden. Diese Strafe ist als Drohung wohl eher geeignet.

Ihr seid dran
Da sich Tele2 durch Richter und Strafen nicht stoppen lies, bleibt abzuwarten wie es Arcor mit dem Urteil hält. Betroffene sollten auf keinen Fall die Füße still halten. Werbeanrufe sind störend und kommen immer zum falschen Zeitpunkt. Ab besten den Namen des Anrufers und die Firma notieren und den Fall der Verbraucherzentrale melden.

Arcor startet IPTV Angebot

TV

Wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat und gern vor dem Fernseher hängt, der sollte sich mal das neue IPTV Angebot von Arcor anschauen. Mit Arcor-Digital TV kommt die Antwort auf Alice homeTV und T-Home Entertainment.

Gute Idee, bescheidene Umsetzung
Dabei haben sich die Jungs aus Eschborn etwas ganz besonderes einfallen lassen. Mit einer Timeshift Restart Funktion sollen sich Fernsehsendungen stoppen und wieder von Begin an starten lassen. Die Idee dahinter ist genial. Nie wieder eine Simpsonsfolge verpassen. Leider wird die Funktion nicht ganz so, wie ursprünglich geplant umgesetzt. Laut teltarif.de wird Timeshift Restart nur von 3 Sendern unterstützt. Das sollen erstmal die Sender Bloomberg Television, BBC World und Yavido sein.

Der Rest ist Standard
Im Basispaket für 9,95 Euro sind die üblichen 50 FreeTV Sender enthalten. Wie auch bei Alice homeTV kommt der Sport etwas zu kurz. Weder DSF noch Eurosport sind in der Programmübersicht zu finden. Offenbar ist es nicht so einfach diese Sender ins IPTV zu bekommen. Für 12,95 Euro bekommt man nochmal 23 PayTV Kanäle. Wer auf der Suche nach etwas ausgefallenen wie WineTV oder RTL Living ist, wird hier auf jeden Fall bedient.

Filme ganz legal downloaden
Die Filmindustrie wird es freuen. Über 500 Filme bietet Arcor on Demand in der jederzeit erreichbaren Videothek. Wer jetzt aber glaubt, dass der nächste Kinobesuch ausfällt und stattdessen das Heimkino wieder in Mode kommt, der irrt sich. Die angebotenen Filme sind meist schon vor langer Zeit im Kino gelaufen und stehen in der Videothek bereits nicht mehr in der ersten Reihe. Die Verwertung von Filmen hat nun mal strikte Regeln und nach denen kommt Pay-TV nur knapp vor der Free TV Premiere. Wer also nur selten einen Videoabend veranstaltet und keine Lust hat in die Videothek zu gehen, der wird sich sicher über das einfach abzurufende Angebot freuen. Alle anderen werden eher enttäuscht sein.

Geschaltet wird ab 1. Dezember
Die Voraussetzung für die neue Arcor Programmvielfalt ist mindestens ein Arcor DSL Anschluss mit 6 Mbit/s. Weniger darf es wirklich nicht sein. Die notwendige Set-Top-Box, die zwischen DSL Modem und Fernseher angeschlossen wird, bekommt man bei Arcor für schlappe 49,95 Euro hinterher geworfen. Leider ist das gute Stück ebenfalls Pflicht. Wer sich entschieden hat, kann jetzt bereits bestellen und dann ab dem 1. Dezember in die Röhre schauen oder falls alles gut geht auf die schöne digitale Fernsehwelt.

youporn Sperre bei Arcor umgehen

Wie heise.de heute berichtet, hat Arcor die youporn Sperre nun umgesetzt. Im Gegensatz zum letzten Mal wird diesmal allerdings nicht die IP-Adresse des youporn Webservers gesperrt, sondern die Seite lediglich über die Arcor DNS Server geblockt. Dabei lösen die DNS Server von Arcor alle Anfragen für youporn.com zur IP-Adresse 127.0.0.251 auf. Die DNS Server der anderen Provider lösen zunächst weiterhin auf die richtige IP-Adresse 74.86.111.8 auf.

Die youporn Sperre umgehen
Die Sperre zu umgehen ist erstaunlich einfach. Dazu muss nur ein anderer DNS Server zum auflösen der Anfragen benutzt werden. Wie das genau geht, habe ich bereits vor einiger Zeit in meinem Tutorial geschrieben. Der rechtliche Hintergrund dagegen wird ziemlich ausführlich in einem Artikel bei golem.de beleuchtet.

Update:
Wer sich nach der Sperrorgie sowieso nach einem neuen Provider umsieht, sollte sich das Angebot von Alice mal genau ansehen. Ab heute erlässt Alice bei Neubestellung die erste Grundgebühr. Damit kann man Risikofrei den Alice DSL Anschluss testen, da die Mindestvertragslaufzeit nur 4 Wochen beträgt.

Verfügbarkeitsprüfung leicht gemacht

HVT

Vor kurzem bin ich bei Doktor-DSL.de auf einen interessanten Artikel über Verfügbarkeitstests gestoßen. Wer beim surfen und telefonieren sparen will, muss zunächst einmal wissen, welcher Anbieter überhaupt in Frage kommt.

Die Qual der Wahl
Meist können nur ein paar Provider überhaupt einen Anschluss anbieten. Schließlich sind viele Angebote regional begrenzt. Die großen Provider wie Alice, Freenet oder Arcor setzen in den Gebieten, die nicht direkt mit eigener Technik erschlossen wurden, auf Resale und damit auf die Technik der Telekom. Beim bestellen kommt dann meist ein Hinweis, das ein T-Home Anschluss Vorraussetzung für das jeweilige Produkt ist. Falls dies der Fall ist, sollte man vorher auf den günstigsten Tarif bei T-Home wechseln.

Hier meine kleine Linksammlung für die verschiedenen Verfügbarkeitsprüfungen:
Computer Bild Verfügbarkeitstest
{{textlink-aliceallg}}
{{textlink-arcorallg}}
{{textlink-freenetallg}}
T-Home Verfügbarkeitstest
Versatel Produktübersichtseite
{{textlink-kabeldallg}}