Welchen Namen soll mein WLAN haben

Jedes WLAN hat einen eigenen Namen. Die sogenannte SSID (Service Set Identifier) ist dabei beliebig wählbar. Der Kreativität sind dabei leider kaum Grenzen gesetzt, von der 32 Bit Länge der Zeichenfolge mal abgesehen. Und so kommt es, dass viele Unbedarfte gern ihren vollen Vor- und Nachnamen in die SSID schreiben. Die meist jüngeren WLAN Nutzer dagegen machen sich lieber einen Spaß daraus, ihre Nachbarn zu ärgern oder auf den Arm zu nehmen.

Dann findet man so „nette“ Namen wie:

  • Ichhabedichnacktgesehen
  • NacktbildervondeinerFreundin
  • RuntervomRasen

Es geht auch besser

Wem das zu kindisch ist, für den gibt es auch andere schöne Möglichkeiten. Auf Golem.de wurde zum Beispiel gerade wifis.org vorgestellt.
Der Dienst generiert ohne Anmeldung (Registrierung erfolgt über Google oder Facebook) eine SSID in der Form „wifis.org/Username“. Diesen Namen kann man dann im WLAN Router hinterlegen, damit jeder ihn sehen kann. Über diese URL kann dann jeder dem WLAN Besitzer eine Nachricht zukommen lassen. Hier eine Beispielseite.

Die Möglichkeit, anonym mit seinem Nachbarn in Kontakt zu treten, ist dabei eigentlich ganz verlockend. Mich persönlich hält allerdings Authentifizierung über Google und Facebook ein wenig davon ab, dieses Angebot zu nutzen.

Natürlich geht es auch noch einfacher. Schließlich kann man sich auch bei jedem Freemailer eine anonyme Mailadresse holen und als SSID verwenden. Das ist immerhin besser, als seinen richtigen Namen für ein WLAN Netz zu verwenden, das jeder Fremde im vorbeigehen sehen kann.

3 Kommentare

  1. 5. Januar 2012 (12:55) | Permalink
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    Warum soll ein WLAN überhaupt einen identifizierbaren Namen haben? Ich sehe den Sinn nicht. Warum sollte mich jemand kontaktieren wollen? Weil ich sein WLAN überlagere? Dann kann er immer noch einen Zettel in den Hausflur hängen und fragen, wem das WLAN mit dieser SSID gehört — weiter wird ein spürbarer Einfluß ja kaum reichen. Ansonsten sehe ich wenig Veranlassung, warum ich mich als Betreiber zu erkennen geben sollte.

  2. 5. Januar 2012 (13:04) | Permalink
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    Ich hätte da schon eine Anwendung für die anonyme Kontaktaufnahme. Falls ich als netter Nachbar zum Beispiel anderen die Möglichkeit geben will, bei mir mit zu surfen.
    Gerade für neue Mieter, die noch auf ihren Internetzugang warten müssen und die Zeit irgendwie überbrücken müssen, ist das sicher sehr praktisch.

  3. 5. Januar 2012 (13:57) | Permalink
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    Stimmt — nur hilft da auch der Zettel im Hausflur. 🙂