Bilder eines VDSL DSLAM

Die Very High Speed Digital Subscriber Line oder auch VDSL ist die nächste Generation der Breitbandanschlüsse und
inzwischen schon relativ lange im Einsatz. Der Vorteil gegenüber dem herkömmlichen ADSL2+ Standard, ist die wesentlich höhere Bandbreite. Dafür muss aber die Vermittlungsstelle näher an den Endverbraucher gerückt werden.

Telekom Outdoor-DSLAM VDSL

Möglich wird das, durch den Einsatz von Outdoor DSLAMs. Während beim bisherigen ADSL der Gegenport für das ADSL Modem in einer meist weit entfernten Vermittlungstelle sitzt und Entfernungen von mehr als 4 km per Kupferkabel überbrückt werden, ist die Kupferleitung bei VDSL nur sehr kurz. Die Vermittlungsstelle, der Outdoor DSLAM, steht jetzt in der Straße vor der Haustür. Damit müssen nur noch wenige 100 Meter Kupfer genutzt werden. Den Rest der Strecke legen die Daten per Glasfaser zurück. Dadurch sind wesentlich höher Bandbreiten möglich.

Natürlich ist die neue Technik auch mit mehr Aufwand verbunden. Während die bisherigen KVZs nichts weiter waren als große Schaltkästen mit sehr vielen Kabeln, brauchen die Outdoor DSLAMs Strom und erzeugen dadurch auch Wärme. Damit die teure Technik im Inneren nicht gegrillt wird, sind im KVZ extra Lüfter verbaut. Wer mal am Kasten lauscht kann sie sogar hören.

Neue Bilder

Dank eines freundlichen Bloglesers konnte ich jetzt endlich meine Bildersammlung für VDSL Outdoor DSLAMs erweitern. Fabian war so nett und hat den Aufbau eines neuen KVZ dokumentiert. Ab Bild 3 geht’s los. Die Lagepläne und Trassenführungen für den KVZ, die betroffene Anwohner von der Telekom vorab erhalten, sind auch in der Galerie. Für die Kabelführung unter dem KVZ gibt es bald eine eigene Bilderserie. Fabian war nämlich sehr fleißig und hat die Hauptkabel auch gleich geknipst. Viele Dank dafür, hab mich wirklich riesig darüber gefreut.

Bildergalerie VDSL Outdoor DSLAM

9 Kommentare

  1. 2. September 2011 (16:18) | Permalink
    1

    Cool Hannover Tiergartenstr 🙂

  2. 2. September 2011 (16:21) | Permalink
    2

    eine Frage habe ich, was ist eigentlich ein Bebera (router)? Was routet er und wo steht so ein Teil (DSLAM ist mit einem Bebera verbunden?)?

  3. 2. September 2011 (16:45) | Permalink
    3

    Ich steh gerade ein bisschen auf dem Schlauch. Was genau meinst du mit Bebera?

  4. Fabian
    3. September 2011 (01:33) | Permalink
    4

    Das DSLAM ist mit dem Broadband Remote Access Server (BRAS) verbunden. Das ist der erste Hop den du im Traceroute siehst. In Hannover ist einer am Telemax positioniert. (Höchstwahrscheinlich in dem Gebäude mit den zig Wärmetauschern auf dem Dach 😉 http://maps.google.de/maps?q=hannover&ll=52.393084,9.801481&spn=0.001246,0.003484&gl=de&t=h&z=19&vpsrc=6

  5. 3. September 2011 (13:46) | Permalink
    5

    Jetzt weiß ich was er meinte. Danke.

  6. 5. September 2011 (10:42) | Permalink
    6

    Danke Fabian!

  7. 6. Oktober 2011 (17:31) | Permalink
    7

    Hallo:)

    ich versuche PPP/oE ein wenig besser zu verstehen und brauche ein wenig Hilfe, ist diese Kommunikations-Struktur korrekt?

    Ein PPPoE-Client -> DSL-Modem -> TAE-Dose -> APL -> (Outdoor-)DSLAM -> BRAS -> Internet Router

    Wo ist eigentlich das sogenannte DSL-Profil hinterlegt im DSLAM oder BRAS, eigentlich muss es in beiden hinterlegt sein wenn ich das richtig verstehe?

    PPPoE-Client broadcastet ein PADI-Frame aber zu welchem Gerät verstehe ich nicht ganz (die Antwort steckt wahrscheinlich in der letzten Frage – an das entsprechende Gerät wo das „DSL-Profil“ hinterlegt ist)?

    Der Client wartet auf ein PADO-Frame von dem schnellerem „Server-Gerät?“ Und damit ist die Session Aufgebaut.
    Der Client sendet ein PADR-Frame zu einer Unicast Adresse, wenn die Server-Kapazitäten es ermöglichen wird ein PADS-Frame mit einer Session ID-Nummer Zugewiesen z.B. 0x4242
    Eine PPP Session ist jetzt aufgebaut und die CHAP/PAP Zugangsdaten werden von dem Server geprüft LCP negotiation -> Authentication -> IPCP negotiation (der Client erhält für die nächsten 24Stunen eine gültige IP-Adresse)

    PADT-Frame wird gesendet um eine Aufgebaute PPPoE Session abzubauen?

    Vielen Dank!
    Schöne Grüße aus Hannover!

  8. 11. Oktober 2011 (14:23) | Permalink
    8

    Das „Profil“ enthält die Daten wie ein DSL Port mit dem jeweiligen Modem syncen soll und die Info ob Interleaving (Fastpath) an oder aus ist und ist dementsprechend im DSLAM pro Port vorhanden.
    Der BRAS kann für jeden Nutzer auch ein „Profil“ kennen. Da steht aber z.B. drin wieviele PPOE Sessions für den User erlaubt sind, da der BRAS die Sessions verwaltet.

  9. 11. Oktober 2011 (21:57) | Permalink
    9

    Ich danke dir! Ich finde es gibt leider zu wenig lesestoff zu diesem Thema, wollte das mit einem Blogpost ändern und ein wenig in die PPPoE tiefen reingucken:)

Ein Trackback

  1. Von Im Kabelschacht | provider-stoerung.de am 9. September 2011 um 07:02
    1

    […] und dann kann man einen Blick in die sonst eher dunkle Unterwelt erhaschen. Fabian, der bereits die VDSL Fotos gesponsort hat, konnte auch ein paar Fotos vom Verlegen der Glasfaser machen. […]