Mit meinen 4 Rechnern hatte ich immer das Problem, bestimmte Dateien auf allen Computer vorrätig zu halten. Die Bilder dich ich ab und zu in meinem Blog verwenden, hebe ich mir zum Beispiel auch offline auf. Man weiß ja nie wozu man das Bild nochmal gebrauchen kann. Aber auch kleine Backups und Downloads, die ich auf einem Computer gespeichert hatte, mussten sonst umständlich per Mail, USB-Stick oder FTP auf die anderen Rechner verteilt werden. Ein normales Webdav Laufwerk, wie zum Beispiel von GMX ist da auch nicht unbedingt die Lösung, da man hinter den meisten Proxies meist keinen Zugriff mehr auf seine Daten hat. Außerden nervt das ewige hin und her kopieren.
Auf allen Plattformen synchron mit Dropbox
Dabei kann es so einfach sein. Seit einiger Zeit gibt es mehrere Startups die es sich zum Ziel gemacht haben, Dateien in einer Cloud für die User zu speichern und zu syncronisieren. Mit dabei sind neben Dropbox zum Beispiel humyo oder ZumoDrive am Start. Allerdings ist Dropbox in Bezug auf die Features und gerade beim Client ganz weit vorne. Dropbox gibt es nämlich nicht nur für Windows, sondern auch für den Mac und sogar für Linux. Letzteres war für mich ausschlaggebend. Was nutzt es schließlich die Dateien nur auf den Windowsrechnern synchron zu halten und für die Ubunutu Workstation wieder alles per Hand zu erledigen.
Dropbox Features – so funktioniert’s
Der kostenfreie Account bei Dropbox beinhaltet 2 GB Speicherplatz. Wer meiner Einladung folgen möchte bekommt nochmal 250 MB gratis dazu. Wie bereits erwähnt gibt es für Windows, Mac und Linux einen Client, der sogar unter Linux mit einem einfach bedienbaren Installer daher kommt. Was für Linuxsoftware eher ungewöhnlich ist. Nach der kurzen Installation legt man sich noch ein kostenfreies Konto an und schon kann es losgehen. Der Dropboxclient legt unter Windows unter “Eigene Dateien” (Ort ist allerdings auch frei wählbar) einen Ordner an. Alle Dateien, die dort hineinkopiert werden, synchronisiert der Client sofort auf alle anderen angemeldete Clients. Parallel dazu kann man die Daten auch in einem Webinterface online anschauen. Als nettes Feature werden alle Bilder automatisch als Galerie angezeigt. Außerdem kann man über das Webinterface einen Link erzeugen, den man an Freunde verteilen kann, die dann auch ohne Dropbox ebenfalls Zugriff auf den Ordner bekommen. Ideal, um damit kleine Bilderserien an Freunde und Bekannte zu verteilen, die keine großen Mailaccounts haben.
Team Syncing
Ein ganz besonderes Feature ist das Freigeben (sharing) von Ordnern für andere Dropbox User. Über das Webinterface kann man einen oder mehrere Ordner für bestimmte Dropbox Nutzer freigeben. Diese Ordner werden dann auf allen Clients synchron gehalten. Warum also Bilder oder ähnliches ständig per Mail durch die Gegend schicken, wenn es doch mit Dropbox viel einfacher geht.
Laptopdiebe ausspionieren
Es gibt noch ein paar Anwendungen für die Dropbox sicherlich nicht unbedingt konzipiert wurde, die aber durch aus Sinn machen. So kann man auf dem eigenen Laptop z. B. einen Keylogger installieren und die Daten per Dropbox an einen anderen Rechner schicken. Wird der Laptop geklaut, dann dann weiß man was der Dieb gerade tippt.
Offline Dropbox
Nebenbei sei noch erwähnt, dass Dropbox die Dateien tatsächlich auf allen Rechnern vorrätig hält. Das bedeutet zwangsläufig, dass eure mit 2 GB gefüllte Dropbox auf allen Rechner, auf denen der Client läuft, existiert. Auf der einen Seite ist es vielleicht Platzverschwendung. Andererseits hat es den Vorteil, dass man auf die Daten auch ohne Internetverbindung zugreifen kann. Falls man mit dem Laptop unterwegs ist, hat man alle Dateien auf der Festplatte.




5 Kommentare
Schreibe einen Kommentar»Das klingt tatsächlich brauchbar und verlockend . . . solange man sich keinen Kopf darum macht, dass 1. die Daten auf einem Server liegen, der irgendwo in der Welt steht und 2. die AGB (so es den welche geben sollte) keine Sicherheit zur Verwendung der Daten bieten.
Zu 1.: Weiß man, wer in welchem Land administrativen Zugriff auf den Server und die darauf abgelegten Daten hat? Kennt wer die Bestimmungen des Landes, in dem die Server stehen? Weiß der Nutzer, ob der Server-Betreiber überhaupt die Sicherheit/Geheimhaltung der Daten gewährleisten kann und will, speziell in besonderen Situationen wie Insolvenz, Hacker-Angriffen etc.?
Zu 2.: Wie sieht die Rechtslage aus – ist zum Beispiel “OptOut” möglich, wenn ich die von Dropbox angekündigte Werbung Dritter nicht haben möchte? Die Policys von Dropbox wirken auf mich nicht sehr zurückhaltend, was das angeht.
Mein Fazit: So sehr ich solche Dienste schätze, so sympathisch die Idee und das Team auch wirken mögen, und sowenig ich auch (vermeintlich) zu verbergen habe: Ich habe keine Lust, meine Daten irgendwelchen Diensten am A… der Eller anzuvertrauen.
Wer weiß, wo die Daten dann landen, wenn es mal schief geht.
Abwarten. Teil 2 des Artikels kommt bald. =)
Ho Christoph – das klingt ja fast so, als würde im zweiten Teil des Artikels auch etwas wie “und außerdem lässt sich als Datenbasis ein beliebiger [WebDAV|SSH|Sonstiges]-Server verwendenden” stehen… Wenn das stimmt mache ich einen Luftsprung.
Das hätte mich auch gefreut, ist leider aber nicht so. Teil 2 des Artikels ist übrigens schon veröffentlicht.
@appjp http://abf.to/jMabo 毎日使うdomo todo+とDropbox、支出管理ですかねー。1番最初にiPhoneすご!って感動したのはmemory treeです。今でもちょこちょこ見て楽しんでます。
Ein Trackback
[...] meinem Lieblingsbackupspeicherdateiensynchronisiererdienst Dropbox habe ich ja schon ausführlich berichtet. Inzwischen gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Durch Einladungen konnte man bis jetzt die [...]