Wer Spam filtern will, wird nicht immer von allen Seiten gelobt. Sicher sind die unzähligen Viagramails lästig und so manch einer kann nicht mehr über die x-te Penisverlängerungsaufforderung lachen. Trotzdem gibt es ein Problem beim filtern von Spam, das man nicht so einfach vernachlässigen kann. Ist der Filter zu restriktiv eingestellt, kommt es zu einer zu hohen Anzahl an false positives. Also E-Mails die kein Spam sind, aber als solcher erkannt werden.
RFC konforme Ablehnung
Beim Sprachrohr kann man schon die ersten Opfer des T-Online Spamfilters sehen. Wenigsten ist T-Online so freundlich und schickt dem vermeintlichen Spamversender eine entsprechende Info. Aber mal ehrlich, welcher normale Mailuser versteht diesen Text:
<*deleted*@t-online.de>: host mx03.t-online.de[194.25.134.73] said: 550
5.7.0 Message considered as spam or virus, rejected (in reply to end of
DATA command)–A45C013A4E6D.1206832310/liszt.debian.org
Content-Description: Delivery report
Content-Type: message/delivery-statusReporting-MTA: dns; liszt.debian.org
X-Postfix-Queue-ID: A45C013A4E6D
X-Postfix-Sender: rfc822; bounce-debian-user-german@lists.debian.org
Arrival-Date: Sat, 29 Mar 2008 23:06:17 +0000 (UTC)Final-Recipient: rfc822; *deleted*@t-online.de
Action: failed
Status: 5.7.0
Remote-MTA: dns; mx03.t-online.de
Diagnostic-Code: smtp; 550 5.7.0 Message considered as spam or virus, rejected
Was für den durchschnittlich begabten Admin leicht zu lesen ist, wird bei den Usern sicher nicht so gut ankommen. Um so besser liest sich da das Statement von T-Online:
Die Deutsche Telekom ist nicht irgendein Feld-, Wald- und Wiesen-Provider, der experimentelle Systeme einsetzt. Wir haben den Detektionsmechanismus vorher über mehrere Jahre hinweg untersucht, getestet, ausgewertet und verbessert.
Naja, da werden die Jungs, die sich um die T-Onlinekontaktadresse (fpr@rx.t-online.de) für abgelehnte Spammails kümmern müssen, sicher nicht arbeitslos werden.



10 Kommentare
Schreibe einen Kommentar»T-Online MUSS alle Mails an den Empfänger weiterleiten. Ob es SPAM oder nicht, ist dabei nicht von Belang. Alles andere wäre ein Eingriff in das Postgeheimnis. Hohe Geldstrafen oder Gefängnis stehen darauf.
Nur der Empfänger selbst darf SPAM löschen.
Auch darauf hat T-Online eine Antwort:
“Im Übrigen benutzt jeder größere Mailprovider solche Mechanismen, d.h. wenn Sie wirklich ALLES haben wollten, was auf Port 25/tcp hereinkommt, dann hätten Sie eigentlich nur eine Wahl: Sie müssten einen Rootserver mieten und diesen nach eigenem Gusto einrichten. Wenn Sie es dann erreichten, dessen Domain im Internet einigermaßen bekannt zu machen, würden Sie bald feststellen, dass Sie kaum noch Mails empfangen könnten, weil der Mailserver auf ein paar tausend Sockets versucht, die Mails der Spam- und Virenbots anzunehmen, dies aber von den technischen Ressourcen her nicht mehr schaffen kann.”
Ergo, alle anderen machen es auch, also beschwere dich nicht.
t-online möchte und t-online macht sind welten unterschied. siehe erstes kommentar von beobachter: telekom ist gar nicht im recht emails direkt zu deleten (oder gar zu unterschlagen).
ich kämpfe gerade mit strato:
http://nion.modprobe.de/blog/archives/630-Strato-sucks.html
ähnliches problem :/
Ja ne, is klar!
@Beobachter: Schau mal aufs Datum!
Was ist mit dem Datum? Der erste April ist heute. Der Post ist von gestern.
telekomm will abstriche in sachen spam machen?
sind doch eh nur wieder ausgaben die sich dann anschließend für die feine vorstandschaft wieder nicht rentiert… immer das gleiche
ZITAT: “T-Online MUSS alle Mails an den Empfänger weiterleiten. Ob es SPAM oder nicht, ist dabei nicht von Belang. Alles andere wäre ein Eingriff in das Postgeheimnis. Hohe Geldstrafen oder Gefängnis stehen darauf.
Nur der Empfänger selbst darf SPAM löschen.”
–> Was macht dann Google? Bei meinem dortigen Mailkonto bekomme ich deutlich weniger Spammails als bei GMX vorher, obwohl ich die Adresse nur umgeleitet hab. Also muss doch Google vorher noch aussortieren. Nur wieso gibt es dann trotzdem einen Spam ordner? Alles sehr fragwürdig…
ich bin froh, wenn ich nicht zugespamt werde…
wozu hat man denn eine white-list.
vlt wäre es ja angebraucht dem Absender zu sagen, dass er im Spam gelandet ist. So könnte er, wenn es keine maschine war, die Nachricht erneut versenden.
Als T-Online Kunde erduldet man so allerhand …
DXF Zeichnungen eines Bauprojektes, die wir für die Ausführung dringend benötigten, erreichten uns mit 20 stündiger Verspätung. Nachforschungen bei der Telekom ergaben :… dort wurde der Spam-Filter trainiert. Eine eigenständige Information der Betroffenen fand nicht statt.
Seit gestern erhalten wir nunmehr uber T-Online keine emails einer Katasterbehörde, obwohl diese dort definitiv abgeschickt wurden !!! Ebenfalls keine Information der Beteiligten. Die für Störungsannahmen zuständige Stelle will dieser Sache nicht nachgehen !!??
Am Beispiel dieser Firma sieht man eindrucksvoll, dass man Behörden nicht wirklich erfolgreich privatisieren kann. Einmal Behörde — immer Behörde.
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[...] Null. Es ist jedenfalls noch nicht lange her, da hat sich T-Online leicht unbeliebt gemacht mit der Idee Mails sehr früh abzulehnen und gar nicht mehr in den Spam Ordner der User zu [...]
[...] Frage, ob eine Provider alle Mails zustellen bzw. annehmen muss erhitzt immer wieder die Gemüter. Der Law Vodcast Blog hat dazu ein allgemein verständliches Video gedreht, das diese [...]
[...] Gefunden auf provider-stoerung.de [...]