T-Mobile mag kein VoIP auf dem iPhone

Wozu kauft man sich eigentlich ein verdammt teures Handy, mit einen großen Display und jede Menge schicker Funktionen? Man will sie benutzen. Und was liegt bei einem Handy mit Datenflatrate und teuerem Sprachtarif näher, als einfach über VoIP zu telefonieren. Genau das ist T-Mobile aber ein Dorn im Auge. Schließlich sind die Tarife darauf ausgerichtet, dass iPhone so teuer wie möglich an die zahlende Kundschaft zu bringen. Dazu sind offenbar alle Mittel recht.

Abmahnung gegen Indigo Networks

Wer VoIP Clients für das iPhone anbietet, zieht den Zorn von Big Mobile Magenta auf sich. Das muss jetzt auch Indigo Networks spüren, die den Dienst Sipgate betreiben. Die haben nämlich einen VoIP Client für das iPhone, mit dem man einiges an Telefonkosten einsparen kann. Dabei hat T-Mobile sich nicht gescheut, wirre Argumente anzuführen, um die Abmahnung zu begründen.

erhobener Zeigefinger

Kunden können mit dem Begriff Beta nicht anfangen

Ein Punkt in der Abmahnung ist, dass die von Sipgate angeboten Software sich noch im Betastadium befindet und Sipgate nach Meinung von T-Mobile nicht eindeutig darauf hinweist, dass für die Software keine Haftung übernommen wird. Außerdem könnten nicht alle Kunden mit dem Begriff Beta etwas anfangen. Wie T-Mobile auf die Idee kommt, ist allerdings nicht nachvollziehbar.
Da fragt man sich doch wer hier den Zeigefinger heben sollte. Denn die Magentajungs sollten mal auf die eigene Homepage schauen. Die ist voll von Begriffen, die keiner versteht. Beispiele gefällig?

Xtra Click, web’n'walk,Roaming, DayPass, MDA, MMS, FriendsLine

Der Begriff Beta wird dagegen bei Sipgate sogar in der FAQ erklärt, obwohl das eigentlich nicht nötig sein sollte.

Der sipgate iPhone-Client kommt frisch aus unserem VoIP-Labor.
Beta bedeutet, dass sich die angebotene Software noch im Entwicklungsstadium befindet und wir keine Gewähr für die Funktionsfähigkeit übernehmen. Das bedeutet auch, dass der sipgate iPhone-Client eventuell nicht mit jeder Firmware des iPhones kompatibel ist und u.U. nicht einwandfrei funktioniert. Für die Verwendung übernehmen wir daher keinerlei Haftung.

Das sollte doch wohl ausreichen, um alle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Kurz und knapp

Der Indigo-Geschäftsführer hat für diesen Versuch, die Rechte der Kunde zu beschneiden nicht viel Verständnis übrig:

Die Telekom versucht, den Kunden vorzuschreiben, wie sie ihr Telefon zu nutzen haben. Sie schreckt auch nicht davor zurück, ihnen die Internet-Telefonie vertraglich zu untersagen.

Quellen: heise.de, fscklog.com, stohl.de

2 Kommentare

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  1. martin
    15. Juli 2008 (14:42) | Permalink
    1

    leider kann ich auch nicht mal ICQ auf mein Nokia N95 machen, wird alles von t-mobile geblockt :-( einige bekannte, die das iphone haben können sich aber durch zusatztools (die auf dem N95 nicht laufen) icq nutzen.
    also t-mobile blockt schon ne menge, damit man nicht günstiger kommunizieren könnte.

  2. 30. Juli 2008 (20:11) | Permalink
    2

    sehr guter beitrag. wie hast du versucht icq einzurichten. ich nutze fring und das funktioniert einwandfrei auf dem nokia e51

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