Die nächste nonsens Diskussion gegen Kinderpornos geht los

Nachdem Frau von der Leyen die Debatte um die Filterung von Internetseiten, die Kinderpornos enthalten, entfacht hat, scheint jetzt offenbar auch der Innenminister von Niedersachsen, der selbst auch ein ausgemachter Killerspiele Experte ist, dieses Thema für sich entdeckt zu haben. Herr Schünemann (CDU) geht allerdings mit noch weniger Sachverstand an diese Thematik. So sollen alle 75 Provider in Niedersachsen schriftlich aufgefordert werden, ihre Kunden vertraglich zur Zwangsinstallation eines Internetfilters zu verpflichten. Dazu sollen entsprechende Regelungen in die Verträge aller Neukunden aufgenommen werden. Die Bestandskunden werden per Vertragsänderung in die Mangel genommen. Nutzer die keinen Anti-Kinderpornofilter installiert haben, sollen auch keinen Internetzugang mehr bekommen. Ist Niedersachen erstmal frei von Kinderpornos will Herr Schünemann seine Spyware Filtersoftware bundesweit ausrollen, damit auch wirklich alle etwas davon haben.

Nicht nur die Idee ist dämlich

Statt die derzeitige Notice and Takedown Strategie zu verbessern, um gezielt nach den Verbreitern, Erzeugern und Konsumenten von Kinderpornografie zu suchen und diese ihrer gerechten Strafe zuzuführen, sollen wir einfach alle nur unsere Augen davor verschließen. Was wir nicht mehr sehen, ist auch nicht mehr da. Genau das wird nämlich eine Filterung dieses Problems mit sich bringen. Infantiler kann der Lösungsansatz nicht sein.

Technisch ohnehin nicht machbar

Wie genau so eine super Filter Clientsoftware dann aussehen soll, wird natürlich mit keinem Wort erwähnt. Was Herr Schünemann leider übersehen hat ist die Tatsache, dass es keine Filtersoftware geben wird die auf allen PCs, Routern, Spielekonsolen, Handys, PDAs, MP3 Playern und was es sonst noch gibt läuft. Inzwischen kann so ziemlich alles ins Internet was mit Strom versorgt wird und das macht es nahezu unmöglich für alle Betriebssysteme die entsprechende Software zu schreiben. Aber das ist ja nie das Problem der Politiker. Die bringen nur utopische Vorschläge, um mal wieder in die Zeitung zu kommen.

Ich kann nur hoffen, dass der Stupidfilter endlich fertig wird und ich mir diesen Quatsch nicht mehr länger antun muss.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar»
  1. Herbie
    9. Januar 2009 (11:52) | Permalink
    1

    Vielleicht kann er dann ja in seiner Software auch noch einen Killerspiele-Filter integrieren…

    Am Besten mit einem über die Perso-Nummer gesteuerte Altersfreigabe. Weltkriegs-Teilnehmer dürfen dann alles sehen (die kennen das Elend ja schon), ansonsten werden über die Grafikkarte entweder nur Blut oder auch Verletzungen oder auch Waffen ausgeblendet. Die Kiddies sehen dann beim Striken nur noch die Umgebung mit schwarzen Flächen wo die Aktion ist.
    ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail wird niemals veröffentlicht. Erforderliche Felder sind als * markiert.

*
*