Der Oberregulierer Matthias Kurth hat sich unlängst bei der Berliner Zeitung über die Zustände auf dem deutschen DSL Markt aufgeregt.
Kurth:
Ein extrem günstiger Preis und ein guter Service passen nicht immer zusammen.
Dazu kann ich nur sagen:
Wer mit Peanuts bezahlt, muss sich nicht wundern wenn er von Affen bedient wird.
Letztendlich dreht sich die Preisspirale immer weiter nach unten. Die Margen auf dem DSL Markt sind so niedrig, dass es an ein Wunder grenzt, dass die Anbieter immer noch Gewinne erwirtschaften können.
Schwarze Zukunft
Stoppen lässt sich der Preis- und Serviceverfall nur durch die Kundschaft. Letztendlich entscheidet die breite Masse ob die Billigangebote auf Dauer bestehen werden. Gerade hier scheint es trotz des teilweise schlechten Service immer noch die Tendenz zum günstigsten Angebot zu geben. Frei nach dem Prinzip, je billiger desto besser rennt die Meute immer den Billigheimern hinterher. Kai Petzke von teltarif.de hat bereits die düstere Version der Telekommunikationszukunft in Deutschland auf den Punkt gebracht. Wahrscheinlich muss der Service aber erst bei Null angekommen sein, bevor man sich wieder eines Besseren besinnt.
Warten wir also bis der erste mal so richtig ausrastet.



2 Kommentare
Schreibe einen Kommentar»Zur Aussage von Matthias Kurt kann ich nur sagen:
Er muss es ja wissen, er war ja mal bei einer Affenbande dabei
Hier ein Auszug aus seiner Biographie:
07/1999-02/2000:
Mitglied der Geschäftsleitung COLT Telekom GmbH,
Direktor Business Development, Recht und Regulierung
Quellenangabe: :www.bundesnetzagentur.de Matthias Kurth Regulierung
Wie kommt es dann, dass ein Provider zum äußerst günstigen Preis perfekten Service liefern kann, der andere jedoch nicht? Und warum bringen auch teure Anbieter ihre Kunden nicht selten zur Verzweiflung?
Die Qualität beim Service hat nicht nur etwas mit Preisen und Profiten zu tun, sondern auch damit, wie gut ein Anbieter seine internen Abläufe im Griff hat. Wenn Geschäftsvorfälle aus dem Ruder laufen, entstehen zusätzliche und überflüssige Kosten, es passiert also genau das, was der Anbieter eigentlich vermeiden will. Eine gute Kundenbetreuung, die Probleme schnell aus der Welt schafft, finanziert sich quasi selbst.