Base wirft Poweruser raus

Kündigung

Wer in seiner Werbung Flatrate verspricht und hinterher diejenigen raus wirft, die genau diese Flatrate auch nutzen, muss sich nicht über verärgerte Kunden wundern. Base stellt jetzt mal wieder unter Beweis, wie ein Anbieter mit seinen Powerusern umgehen kann, die nicht in die Kalkulation passen. Man schickt einfach die außerordentliche Kündigung und setzt den vermeintlichen Poweruser vor die Tür.

Werbung kontra Realität

Auf der Basehomepage wird die Flatrate so beworben:

BASE ist mehr als Telefonieren. BASE ist auch Internet. Ideal für alle, die ausgiebig surfen, mailen oder chatten. Egal, wie viele Stunden. Ganz gleich, wie viel Volumen. Mit der BASE Internet-Flatrate sind Sie auch online immer auf Zack.

Einschränkungen oder Zusätze zu dieser Flatrate sucht man auf der Homepage von Base vergeblich. Lediglich in den AGB, auf die so gern verwiesen wird, findet sich ein kleiner Zusatz zum Thema Filesharing. Darin heißt es:

Der Anwendungsfall “Filesharing” wird mit einer anderen Datenübertragungsrate übertragen als die übrigen Datenanwendungen.

Also wird bei Filesharing der Datendurchsatz gedrosselt. Von Kündigung bei bestimmten Datenvolumen steht aber nichts in den AGB. Berichten gekündigter Nutzer zu Folge lag deren Datenvolumen zwischen 6 - 20 GB im Monat. Dazu muss man wirklich nicht viel surfen. Wer ein paar Videos bei youtube anschaut oder Webradio hört, kommt sehr schnell auf ein paar Gigabyte. Das scheint aber in den Augen von Base zuviel zu sein. Für 25 Euro im Monat sollte man die 5 GB nicht überschreiten, sonst darf man sich nach einem anderen Provider umsehen. Die Begründung die Base für die außerordentliche Kündigung liefert ist allerdings haarsträubend:

Ihre Verbindung wird fast ausschließlich zum Aufbau und Halten von Dauerverbindungen über mehrere Tage und zu permaneten Datenübertragung verwendet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Sie unsere Mobilfunkdienstleistungen nicht auf der mit uns vereinbarten Grundlage nutzen und damit gegen unsere AGB verstoßen.

5 Kommentare

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  1. J.
    6. April 2008 (14:42) | Permalink
    1

    “Egal, wie viele Stunden. Ganz gleich, wie viel Volumen.” - ja, nee, is klar. Gegen diese Diskrepanz zwischen Werbung und Realität wirkt das Kobern auf dem Kiez geradezu seriös.

    Bin gespannt, ob jemand gegen die Sonderkündigung vorgeht - woraus sollte sich auch das Sonderkündigungsrecht überhaupt ergeben? Siehe AGB und Werbung, die explizit eine Flatrate bewerben - die Kündigung wegen Nutzung (!) einer Flat(!)rate könnte man ja fast schon als Vertragsbruch des Anbieters werten (oder, wenn man eine ironische Ader hat, als “überraschende” und daher unwirksame Vertragsgestaltung des Anbieters :).

    Meine Meinung: Base = Finger weg. Wer weiß, was die sich noch alles herausnehmen werden.

  2. mivida
    22. April 2008 (12:28) | Permalink
    2

    Ja ok bei der internet flatrate ist es verständlich.die wo des gemacht haben haben auch nicht gedacht das es so gnadenlos ausgenutzt wird.Ja und wie sieht es dann aus wenn man 24 stunden am tag auf festnetzt beziehungsweise eplus netz mit ner flatrate telefoniert???Wird man dann auch gekündigt?

  3. Keks
    19. Juni 2008 (16:47) | Permalink
    3

    Was denkt ihr

    Schaffe ich es durch dauertelefonieren also ueber 1monat konstant die telleitung zum festnetz zu halten wird eine kündigung erfolgen?

    oder muss ich erst mein base auf internetflat umschreiben und dann kräftig saugen damit die mich kündigen?

    Eine nette ausserordentliche Kündigung haben sie bei mir ja nicht anerkannt nun versuche ich es halt anders was denkt ihr?

  4. 20. Juni 2008 (06:41) | Permalink
    4

    Das Flatrateausnutzen ist zumindest ein vollkommen legal Weg, dem Vertragspartner zu zeigen, dass man den Vertrag vorzeitig verlassen möchte. Mehr als kündigen kann dich Base dafür nicht. :P

  5. Dauernutzer
    3. Juli 2008 (22:14) | Permalink
    5

    Also, ich verbrauche bei Base mindestens zwischen 25 und 45 GB/Monat und das seit es diese Flatrate gibt. Probleme hatte ich bisher nicht. Möchte meinen Vertrag auch durch “Dauersaugen” loswerden und lasse seit Wochen Tag und Nacht die Verbindung bestehen und sauge was das Zeug hält. Mehr als ein heißes Modem gab es da allerdings nicht, von Kündigung leider auch keine Spur. Base beweist sich in meinem Fall als außerordentlich “treuer Partner” der mich trotz Riesenvolumen gar nicht mehr loslassen will…

3 Trackbacks

  1. Von alles was bewegt am 7. April 2008 um 21:04
    1

    Eplus kündigt Dauernutzern…

    Jetzt geht Eplus scheinbar auch gegen Extremnutzer der Internet-Flat vor und Kündigt die Verträge.
    Wie Golem heute berichtet haben einige Nutzer der Eplus Internet-Flat ende März die Kündigung erhalten. Eplus schreibt:

    ……

  2. Von hochwald.net am 8. April 2008 um 08:12
    2

    BASE kündigt Flatrate-Kunden wegen intensiver Datennutzung…

    BASE startete zum 1. Mai 2007 seine Internet-Flatrate, die erstmals auch getrennt von einem Sprachtarif angeboten wurde. Für 25,00 Euro im Monat versprach der Anbieter unbegrenztes Surfen im weltweiten Netz.
    ……

  3. Von Flatrates die keine sind | provider-stoerung.de am 13. April 2008 um 13:08
    3

    [...] darf sich auch Arcor in die lange Reihe derer einreihen, die Flatrates anbieten und hinterher ihre Kunden bei übermäßiger Nutzung wieder [...]

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