Wie Onlinekosten.de gestern berichtete, will Herr Obermann bis zur IFA die Preise und Konzepte für das IPTV Angebot überarbeiten.
Laut Herrn Obermann gab es Anlaufschwierigkeiten bei den neuen Fernsehangeboten. Dabei wurde doch gerade erst IPTV auch für die ADSL2+ Anschlüsse freigegeben.
Trotz der kleinen Problemchen will man 100.000 bis 200.000 Kunden, bis Ende des Jahres, für das schöne neue Fernsehen gewinnen. Doch gerade diese kleinen Problem schrecken die meisten von IPTV ab.
Die größten Probleme bei IPTV
Wer die neue Technik schon getestet hat, weiß was alles passieren kann. Erst vor kurzem hatte Stiftung Warentest die aktuellen Angebote getestet. Zum einen wurden die langen Umschaltzeiten zwischen den Programmen bemängelt. Da es nun mal etwas Zeit beansprucht zum nächsten Stream zu wechseln, reagieren die meisten Settopboxen für IPTV ziemlich träge. Bis zu 6 Sekunden kann ein Kanalwechsel dauern.
Wer mehr als einen Kilometer von der Vermittlungsstelle weg wohnt, kann unter Umständen während des Umschaltens oder auch im laufenden Programm plötzlich bunte Klötzchen auf dem Bildschirm sehen. Dieses sogenannte Macroblocking ist bereits seit DVB-T bekannt und tritt auf, sobald die Bandbreite oder Signalqualität zu gering ist. Der Codec kann die Übertragungsfehler nicht mehr kompensieren und als Resultat hüpfen kleine und große Pixel über den Bildschirm.
Häufig Ausfälle sind auch keine Seltenheit. Während herkömmliche Übertragungswege seit Jahren etabliert sind und stabil laufen, gibt es mit IPTV immer wieder größere Ausfälle. Aber auch individuelle Probleme mit einzelnen Anschlüssen sind sehr ärgerlich. Wird die Telefonleitung getrennt, fällt auch gleich der Internetzugang und das Fernsehen aus. Man sitzt komplett auf dem Trockenen.
Ob sich daher IPTV wirklich durchsetzen wird, bleibt weiterhin fraglich.


