Kein Anschluss mehr in diesem Monat

Der schwarze Peter wird gern hin- und hergeschoben, wenn es um die Bereitstellung von Telefonanschlüssen geht. Im Zweifelsfall sind immer die Anderen schuld. Der Leidtragende bleibt aber grundsätzlich der Verbraucher. Der wartet wochenlang auf die Umstellungen seines Anschlusses. Nachdem sich bereits der BREKO-Präsident Peer Knauer über die angebliche Verzögerungstaktik der Telekom beschwert hat, melden sich nun der Arcor Geschäftsführer Harald Stöber, der Alice-Chef Harald Rösch und der QSC-Chef Bernd Schlobohm zu Wort.

Die Vorwürfe im Einzelnen:

Statt der vereinbarten 7 Tage braucht die Telekom bis zu 3 Monate, um eine Telefonleitung für den Mitbewerber bereitzustellen.

Diesen Vorwurf weist die Telekom zurück. Angeblich würde man sich immer an die Frist halten. Komisch nur das sich alle Mitwerber, die Leitungen anmieten, über dieses Problem beschweren und alle die selben Zahlen nennen. Harald Rösch, der Geschäftsführer von Alice, fügte außerdem hinzu das es gerade in Berlin zu Engpässen kommt.

Die Telekom schickt Techniker zum Endkunden, obwohl dieser gar nicht notwendig ist.

Dagegen argumentiert man in Bonn, dass die Techniker für DSL Anschlüsse gebraucht werden. Wie man zu dieser Logik kommt ist allerdings nicht nachvollziehbar, da inzwischen so gut wie jeder Anschluss auch DSL beinhaltet. Demnach müsste also fast immer ein Techniker der Telekom zum Kunden fahren, um den Anschluss zu schalten.

Der absolute Klassiker darf natürlich nicht fehlen. Die Telekom schickt zur Bereitstellung einen Techniker zum Kunden, dieser taucht aber nicht auf oder wirft eine Benachrichtungskarte in den Briefkasten, weil er den Kunden angeblich nicht angetroffen hat.

Auch darauf hat die Telekom eine Antwort. Es handelt sich um Einzelfälle. Komisch nur das es sich offenbar um sehr viele Einzelfälle dreht. Das Internet ist voll von Kommentaren zu diesem Thema. Allein in den einschlägigen Foren findet man immer wieder Betroffene die meist mehrfach von Technischen Kundendienst der Telekom versetzt worden sind. Wer bereits mehrere Tage Urlaub dadurch in den Wind geblasen hat, der weiß wie ärgerlich so etwas sein kann.

Quelle: Financial Time Deutschland und Golem.de

4 Kommentare

  1. 27. November 2007 (01:01) | Permalink
    1

    ich denk, das könnte alles so passiert sein – dort werden aber auch seit jahren massiv stellen abgebaut – irgendwo müssen die leute ja fehlen *g

  2. Rene
    27. November 2007 (19:27) | Permalink
    2

    Ich kanns nur bestätigen warte bereits seit 5 Wochen, einfach nur ne Schweinerei.

  3. Klaus
    7. April 2008 (16:38) | Permalink
    3

    Ich würde meine Klingel beschriften!

  4. Greeny Green
    12. Mai 2009 (14:51) | Permalink
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    Ich habe momentan das gleiche Problem. Der T-Techniker war da, aber klingelte nicht, sondern warf nur einen Benachrichtigungszettel ein. Darauf kein Name und keine Telefonnummer. Und das, obwohl Arcor ihm sogar meine Handy-Nr. mitgeteilt hat. Mir ist unverständlich, wie solch ein Unternehmen überhaupt noch Kunden bedienen darf.
    Mein Dank geht an alle Politiker, die versuchen, dieses Monopol endlich zu beseitigen.

3 Trackbacks

  1. 1

    […] Aufschrei durch das Internet. Der Telekom wurde vorgeworfen, Kunden am Wechseln des Anbieters zu hindern. Wer vom rosa Riesen weg will und lieber zu Alice oder zu Arcor wechseln will, der muss leider […]

  2. Von LAWgical am 9. Februar 2008 um 16:17
    2

    Alice ./. Telekom…

    Da ich für meine Wohnung in München keinen 2-Jahres-Vertrag abschließen wollte, habe ich Telefon & DSL bei Alice bestellt. Schon bald kam mit der Auftragsbestätigung die frohe Kunde, dass ich ab dem Wunschtermin das Produkt nutzen könne. Weite…

  3. 3

    […] die vielen Stornierungen der Aufträge, ist bei allen Anbietern gleich. Die Telekom hat durch den riesigen Auftragsstaus zur Abwanderung der Kunden geführt. Doch wo sind all die Kunden hin? Bei Freenet […]